03 May 2026, 18:19

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 negativ – Kunden verdienten beim Verbrauch

Liniengraph zur Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland mit begleitendem Erläuterungstext.

Strompreise in Deutschland erstmals 2024 negativ – Kunden verdienten beim Verbrauch

Strompreise in Deutschland erstmals in diesem Jahr im Minus – Kunden erhielten Geld für Verbrauch

Am Sonntag fielen die Strompreise in Deutschland erstmals in diesem Jahr unter null. Kunden mit dynamischen Tarifen wurden für den Stromverbrauch in bestimmten Stunden sogar bezahlt. Die ungewöhnliche Entwicklung spiegelt die anhaltende Instabilität auf dem Energiemarkt wider.

Die Großhandelspreise für Strom sanken ab 9 Uhr morgens unter die Nullmarke und blieben bis 17 Uhr negativ. Den Tiefststand erreichte der Markt zwischen 13 und 14 Uhr mit minus 250,32 Euro pro Megawattstunde – umgerechnet minus 25,03 Cent pro Kilowattstunde für die Versorger.

Für Endverbraucher fielen die Nettopreise je nach Region unterschiedlich aus. In Köln zahlten Tibber-Kunden zeitweise nur noch minus 8,6 Cent pro Kilowattstunde. In Gebieten mit geringeren Netzentgelten sanken die Preise sogar auf bis zu minus 12 Cent pro Kilowattstunde. Der höchste Tarif bei Tibbers dynamischem Modell lag dagegen zwischen 20 und 21 Uhr bei 36 Cent pro Kilowattstunde.

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Experten führen die Entwicklung auf die anhaltende Unflexibilität des Strommarktes zurück. Merlin Lauenburg, Deutschland-Chef von Tibber, warnte, dass in diesem Sommer neue Rekordwerte bei negativen Preisen möglich seien. Allein im vergangenen Jahr waren die Großhandelspreise an 457 Stunden im Minus – ein Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zu 2023.

Durch den Preisverfall verdienten einige Verbraucher effektiv Geld, indem sie Strom nutzten. Analysten erwarten, dass sich solche Muster im Laufe des Jahres 2024 wiederholen werden. Dynamische Tarife dürften vorerst volatil bleiben, während sich der Markt an die Herausforderungen von Angebot und Nachfrage anpasst.

Quelle