Ohligser City Ring: Grünen Senioren lehnen Forderungen nach Projektstopp ab
Sophia KellerOhligser City Ring: Grünen Senioren lehnen Forderungen nach Projektstopp ab
Der Streit um den Ohligser City Ring in Solingen hat sich zugespitzt, nachdem die Grünen Senioren Forderungen nach einer Abschaffung des Projekts zurückgewiesen haben. Lokale Vereine wie die Ohligser Jongens, die ISG und die OWG hatten gefordert, den Plan zugunsten einer vollständigen Sperrung der Lennestraße für Busse aufzugeben. Die Grünen Senioren verteidigen die Verkehrsplanung nun als fairen Kompromiss.
Im Mittelpunkt der Debatte steht die Abwägung zwischen Verkehrsfluss und den Bedürfnissen älterer Bürger, von denen viele auf den öffentlichen Nahverkehr für Alltagswege und Mobilität angewiesen sind.
Der Ohligser City Ring ist seit den frühen Planungsphasen in den 2020er-Jahren umstritten. Zwischen 2025 und 2026 verlagerte sich die Diskussion von reinen Infrastrukturverbesserungen hin zu Konflikten zwischen Verkehrsentlastung und Umweltprioritäten. Noch vor der aktuellen Kontroverse hatten lokale Gruppen Alternativen vorgeschlagen: Die Ohligser Jongens brachten 2023 einen kleineren Ring mit Radwegen ins Spiel, die ISG schlug 2024 ein Tram-Bus-Hybridsystem vor, und die OWG setzte sich bereits 2022 für einen grünen Korridor mit Fußgängerwegen ein.
Die Grünen Senioren argumentieren, dass eine vollständige Sperrung der Lennestraße für Busse die Haltestelle "Ohligs Markt" wegfallen ließe und ältere Bürger zu längeren Fußwegen zwingen würde. Sie betonen, dass viele Senioren aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen auf den ÖPNV angewiesen seien. Besonders für diejenigen, die Einkäufe tragen oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, könnte die zusätzliche Strecke erhebliche Schwierigkeiten bedeuten.
Statt den City Ring aufzugeben, unterstützen die Grünen Senioren den aktuellen Verkehrsplan als ausgewogene Lösung. Dieser reduziert den Busverkehr auf der Lennestraße, hält aber wichtige Verbindungen aufrecht. Ihre Position stellt die Frage als soziales Anliegen dar und unterstreicht, dass der Zugang älterer Menschen zu öffentlichen Verkehrsmitteln in der Stadtplanung nicht vernachlässigt werden dürfe.
Durch den Widerstand der Grünen Senioren wird die Debatte um den City Ring weitergehen, ohne dass eine schnelle Einigung in Sicht ist. Der Fokus der Gruppe auf Barrierefreiheit und Anbindung für ältere Bürger fügt der Diskussion eine weitere Ebene hinzu. Die lokalen Behörden stehen nun vor der Herausforderung, die widerstreitenden Anforderungen an Verkehr, Umwelt und soziale Bedürfnisse in Einklang zu bringen.






