Neuer Supercomputer RAMSES revolutioniert Forschung an der Uni Köln
Universität zu Köln startet neuen Hochleistungsrechner RAMSES
Die Universität zu Köln hat einen neuen Hochleistungsrechner (HPC) mit dem Namen RAMSES in Betrieb genommen. Das moderne System löst den älteren CHEOPS-Cluster ab und bietet höhere Effizienz, bessere Sicherheit und deutlich mehr Rechenleistung für die wissenschaftliche Forschung.
RAMSES umfasst 174 Server mit insgesamt 31.576 CPU-Kernen und 167 Terabyte Arbeitsspeicher. Die Speicherinfrastruktur basiert auf IBM Spectrum Scale, das 12 Petabyte Festplattenkapazität sowie einen 878-Terabyte-SSD-Cache bereitstellt. An seiner Leistungsgrenze soll das System bis zu 4,8 PetaFLOPS erreichen.
Der Hersteller Kaytus lieferte 140 wassergekühlte Knoten, die speziell für anspruchsvolle Anwendungen wie Gromacs und NWChem optimiert sind. Zudem verfügt der Cluster über GPU-Server mit indirekter Wasserkühlung, darunter zehn KI-optimierte Knoten. Weitere Server beherbergen 32 Nvidia-A30-Grafikprozessoren, zwei AMD-Instinct-Karten sowie zwei NEC-Vektorprozessoren.
Im Vergleich zum Vorgänger wurde die Sicherheit deutlich verbessert: Sämtliche Daten werden nun in allen Verarbeitungsphasen verschlüsselt, und der Zugriff erfolgt ausschließlich über Mehr-Faktor-Authentifizierung. Die Wasserkühlung steigert zudem die Energieeffizienz und senkt die Kühlkosten um bis zu 40 Prozent.
Langfristig soll die Abwärme von RAMSES genutzt werden, um ein neues Universitätsgebäude zu beheizen, das derzeit entsteht.
RAMSES stellt einen quantitativen Sprung in der Rechenkapazität der Universität zu Köln dar. Durch die gestiegene Sicherheit, Energieeffizienz und Leistungsfähigkeit wird das System vielfältige wissenschaftliche Projekte unterstützen. Die Wiederverwendung der Abwärme trägt zudem zu den Nachhaltigkeitsbemühungen auf dem Campus bei.






