27 April 2026, 18:15

Zoll entdeckt riesige Lkw-Tanks: Wie Spediteure Steuern umgehen und die Konkurrenz ausbooten

Ein Shell-Tanklastwagen auf einer Autobahn mit anderen Fahrzeugen, mit Menschen im Truck und Strommasten, Geländern, Beschilderungen und Gras im Hintergrund.

Zoll entdeckt riesige Lkw-Tanks: Wie Spediteure Steuern umgehen und die Konkurrenz ausbooten

Zollbehörden haben einen wachsenden Trend unter Transportunternehmen aufgedeckt, die durch den Einbau größerer Kraftstofftanks in ihre Lkw Kosten sparen wollen. Bei Kontrollen in Aachen wurden Kühltransporter mit Tanks entdeckt, die die zulässigen Standardgrößen bei Weitem überschreiten – ein Anlass für verschärfte Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung.

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Beamte stellten fest, dass einige Spediteure die werksseitig eingebauten Tanks – die in der Regel 235 bis 245 Liter fassen – durch deutlich größere Modelle mit einem Fassungsvermögen von 550 bis 800 Litern ersetzten. Nach EU-Vorschriften ist Kraftstoff in Standardtanks bei Grenzübertritten von Abgaben befreit, während modifizierte Tanks sowohl die Energiesteuer als auch die Einfuhrmehrwertsteuer auslösen.

Im vergangenen Jahr deckten bundesweite Überprüfungen zahlreiche Fälle von Steuerumgehung auf, durch die sechsstellige Beträge an ausstehenden Energiesteuern eingezogen werden konnten. Mit dieser Praxis tanken Unternehmen gezielt in Ländern mit niedrigeren Spritpreisen, um die höheren Kosten in Deutschland und anderen EU-Staaten zu umgehen.

Um unseriöse Akteure abzuschrecken, erheben die Zollbehörden nun einen Aufschlag auf die Nachversteuerung. Diese Maßnahme soll verhindern, dass ehrliche Transportunternehmen, die sich an die Regeln halten, durch unfaire Konkurrenz benachteiligt werden. Die verschärften Kontrollen und finanziellen Sanktionen zielen darauf ab, die Wettbewerbsbedingungen für gesetzestreue Betriebe zu angleichen. Die eingezogenen Steuern kommen zudem den öffentlichen Einnahmen aus Energieabgaben zugute.

Quelle