Zoff um Heidebad in Solingen: Bürgerinitiative fordert Transparenz und Wiedereröffnung
Lotta WagnerZoff um Heidebad in Solingen: Bürgerinitiative fordert Transparenz und Wiedereröffnung
In Solingen haben sich die politischen Spannungen wegen der anhaltenden Schließung des Heidebad-Freibads erneut zugespitzt. Die Bürgerinitiative Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS) wirft der Stadtverwaltung vor, entscheidende Informationen zurückzuhalten. Die Frustration unter den Anwohnern wächst, da das Bad weiterhin geschlossen bleibt – ohne klare Erklärungen.
Im Mittelpunkt des Streits stehen unveröffentlichte Testergebnisse zu möglichen Belastungen. Raphael Bender, sportpolitischer Sprecher der BfS, bezeichnete die Schließung angesichts der mangelnden Transparenz als „vollkommen inakzeptabel“. Die Initiative vermutet, dass es sich um einen gezielten Versuch handeln könnte, das Heidebad dauerhaft zu schließen.
Die BfS fordert nun die vollständige Offenlegung der Testergebnisse, einen detaillierten Sanierungsplan sowie einen realistischen Zeitrahmen für die Wiedereröffnung. Das Bad erfülle eine wichtige soziale Funktion, so die Initiative, da es Familien mit geringem Einkommen günstige Freizeitmöglichkeiten biete. Bereits 1996 hatte eine Bürgerpetition die Schließung des Bads verhindert – ein Beweis für seine Bedeutung in der Gemeinde.
Die Bürgerinitiative warnte lokale Politiker vor Schritten, die die Zukunft des Heidebads gefährden könnten. Sollte das Bad erneut in Gefahr geraten, kündigte sie an, öffentlichen Widerstand zu organisieren.
Die Debatte um die Zukunft des Heidebads wird voraussichtlich so lange anhalten, bis die Testergebnisse veröffentlicht und ein Wiedereröffnungsplan vorgelegt werden. Die BfS bleibt entschlossen, die Rolle des Bads für die Gemeinschaft zu verteidigen. Die Stadtverwaltung steht unter zunehmendem Druck, die aufgeworfenen Fragen zu beantworten.






