06 June 2026, 14:11

Wut und Ratlosigkeit: Drei Krankenhäuser im Bergischen Land schließen überraschend bis Januar 2024

Klinikschließungen: SPD übt scharfe Kritik an der Vorgehensweise der Kplus-Gruppe

Wut und Ratlosigkeit: Drei Krankenhäuser im Bergischen Land schließen überraschend bis Januar 2024

Empörung über überraschende Krankenhaus-Schließungen im Bergischen Land

Die plötzliche Ankündigung, mehrere Krankenhäuser im Bergischen Land zu schließen, hat für Aufruhr gesorgt. Die St.-Lukas-Klinik in Ohligs sowie Standorte in Haan und Hilden sollen bis Ende Januar 2024 dichtmachen. Die beiden Co-Vorsitzenden Manfred Ackermann und Sabine Vischer-Kippenhahn kritisierten die Entscheidung scharf als rücksichtslos und schlecht durchdacht.

Ursprünglich hatten die Beschäftigten der St.-Lukas-Klinik damit gerechnet, nach der Schließung in Ohligs nach Haan oder Hilden versetzt zu werden. Nun stehen alle drei Standorte vor der Schließung – innerhalb weniger Monate. Hunderte Mitarbeiter verlieren ihren Job noch vor Weihnachten. Vischer-Kippenhahn fragte, wie die Betroffenen in einer Region mit ohnehin angespanntem Arbeitsmarkt so kurzfristig neue Stellen finden sollten.

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Ackermann verurteilte das Vorgehen des Trägers als „absolut verantwortungslos“. Er wies auf die dramatischen Folgen für die Belegschaft und ihre Familien hin, die nun in großer Unsicherheit lebten. Die Co-Vorsitzenden kritisierten zudem, dass weder vom Krankenhausbetreiber noch von der Landesregierung eine klare Strategie erkennbar sei.

Doch die Probleme gehen über den Arbeitsplatzverlust hinaus: Ackermann betonte die langfristigen Auswirkungen auf die regionale Gesundheitsversorgung. Er forderte verbindliche Lösungen für Patienten, die künftig keine medizinische Versorgung mehr in ihrer Nähe hätten. Die schrittweise Auflösung der Krankenhäuser ohne tragfähigen Ersatzplan hinterlasse beide Führungskräfte fassungslos und frustriert.

Vischer-Kippenhahn schloss sich dieser Kritik an und verwies auf die plötzliche Entscheidung ohne Vorlauf. Pflegekräfte, Verwaltungsangestellte und technisches Personal stünden nun vor einer unmöglichen Frist. Die Bewohner der Region, so ihre Überzeugung, verdienten deutlich mehr als das gegenwärtige Chaos.

Bis Januar 2024 werden drei Krankenhäuser leer stehen. Ärzte, Pflegepersonal und nicht-medizinische Mitarbeiter müssen sich nun in einem angespannten Arbeitsmarkt verzweifelt nach neuen Jobs umsehen. Gleichzeitig wächst bei den Patienten die Unsicherheit, wo sie in den kommenden Monaten behandelt werden sollen.

Quelle