Wie Field-Target-Schießen in Deutschland seinen Siegeszug antrat
Field-Target-Schießen gewann in Deutschland Ende der 1990er Jahre an Fahrt. Der erste Wettbewerb fand im Mai 1999 in Leipzig statt und markierte den Beginn des Aufschwungs dieser Disziplin im Land. Noch im selben Herbst präsentierte eine deutsche Delegation den Sport auf der Midland Game Fair in England.
Das erste deutsche Field-Target-Turnier wurde von Volker Blüm, einem Biologieprofessor aus Bochum, konzipiert. Führende Hersteller stellten den Teilnehmern Luftgewehre zur Verfügung, während RWS und H&N das Schrot lieferten. Die schweren Stahlziele wurden von H&N aus England importiert, um die neue Disziplin zu unterstützen.
Die ersten Trainingsstunden des aufstrebenden Vereins fanden auf dem Schießstand Schroppberg bei Hagen statt. Später verlagerten sich die Aktivitäten nach Dorsten, als das Interesse wuchs. Das Anschütz 2020 FT entwickelte sich zu einem der ersten speziell für Field Target konzipierten deutschen Luftgewehre.
Ende des Jahres 2000 wurde in Düsseldorf offiziell der „Erste Deutsche Field-Target-Club 2000“ gegründet. In seiner Satzung war auch eine „Schützenförderung“ verankert, die neuen Vereinen und Abteilungen unter die Arme greifen sollte. Zeitgleich gelang es Volker Blüm, Fritz Gepperth davon zu überzeugen, Field Target in den Bund Deutscher Sportschützen (BDS) zu integrieren.
Bis zum Jahresende 2000 hatte sich der Sport in Deutschland fest etabliert. Spezialausrüstung, Vereinsstrukturen und die Anerkennung durch den Verband schufen die Grundlage für seine Zukunft. Das Engagement von Enthusiasten und Herstellern sicherte den frühen Erfolg der Disziplin.
