Warum „Dinner for One“ seit 60 Jahren unser Silvester prägt – und was der Butler wirklich verrät

Warum „Dinner for One“ seit 60 Jahren unser Silvester prägt – und was der Butler wirklich verrät
Jedes Silvesterabend schalten Millionen in Deutschland und Österreich ein, um Dinner for One zu sehen – eine skurrile britische Comedy-Sketch, die längst zum Kulturgut geworden ist. Die 18-minütige Aufführung, die um 1900 in einem prunkvollen englischen Salon spielt, zeigt eine ältere Dame und ihren Butler, die ein aufwendiges Dinner für vier längst verstorbene Gäste nachstellen. Was in den 1960er-Jahren als bescheidene Fernsehaufzeichnung begann, ist heute ein fester Bestandteil der Feiertagstradition – eine Mischung aus Slapstick-Humor und einer Prise Melancholie.
Im Mittelpunkt steht Miss Sophie, gespielt von der Schauspielerin May Warden, die trotz des Todes ihrer vier engsten Freunde beharrlich ihren 90. Geburtstag mit einem formellen Dinner begehen will. Ihr Butler James, verkörpert vom Komiker Freddie Frinton, schlüpft dabei in die Rollen der abwesenden Gäste. Während er zwischen den Stühlen hin- und herwechselt, verschiedene Stimmen und Persönlichkeiten annimmt, steigt die Absurdität der Szene. Die eigentliche Komik entfaltet sich, als James – verpflichtet, zu jedem Gang mit dem passenden Getränk anzustoßen – zunehmend betrunken wird.
Das Menü folgt strengen Regeln der Oberschicht: Gang für Gang wird in festgelegter Reihenfolge serviert, jeder mit einem bestimmten alkoholischen Getränk – von Sherry bis Champagner –, was den Butler immer weiter in die Trunkenheit treibt. Die opulente Kulisse mit einem Tigerfellteppich unterstreicht die Atmosphäre. Das Fell, das nicht nur für physische Gags genutzt wird, verweist subtil auf die koloniale Vergangenheit des britischen Adels. Unter der humorvollen Oberfläche verbirgt sich jedoch ein stilleres Thema: die Einsamkeit im Alter. Miss Sophies ritualisiertes Dinner offenbart eine Gesellschaft, in der Tradition und Förmlichkeit tiefere Isolation überspielen. Auch ihre Beziehung zu James ist vielschichtig – eine Mischung aus Hierarchie, Abhängigkeit und einer fast familiären Verbindung. Der Butler, obwohl ihr Diener, ist ihr letzter verbleibender Begleiter, gefangen in einer Inszenierung, der beide nicht entkommen können.
Ursprünglich für den Norddeutschen Rundfunk (NDR) auf Englisch produziert, fand der Sketch sein Publikum vor allem im deutschsprachigen Raum. Bereits in den frühen 1970er-Jahren etablierte er sich als Silvestertradition und wird bis heute jährlich ausgestrahlt.
Mit über sechs Jahrzehnten auf dem Buckel bleibt Dinner for One eine einzigartige Verbindung aus Farce und Gesellschaftskritik. Die Mischung aus körperbetonter Komik, Ritual und leiser Traurigkeit berührt die Zuschauer noch immer jeden 31. Dezember. Für viele ist der Sketch längst mehr als nur Unterhaltung – er ist ein geschätzter Teil der besinnlichen Jahresendreflexion.

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