16 March 2026, 06:13

Missbrauchsskandal im Erzbistum Paderborn: Betroffene fordern mehr Gerechtigkeit und Unterstützung

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Missbrauchsskandal im Erzbistum Paderborn: Betroffene fordern mehr Gerechtigkeit und Unterstützung

Rund 200 Katholiken versammelten sich diese Woche in Dortmund, um den Missbrauchsskandal durch Kleriker im Erzbistum Paderborn zu thematisieren. Die Veranstaltung markierte den Auftakt einer Reihe von Treffen unter der Leitung von Erzbischof Udo Markus Bentz, der den Opfern weiterhin Unterstützung zusicherte.

Das Erzbistum hat bereits 75 bis 80 Prozent der 485 identifizierten Opfer entschädigt, die zwischen 1941 und 2002 missbraucht wurden. Über 200 Geistliche waren in den Skandal verwickelt, doch genaue Zahlen zu Suspendierungen oder Entlassungen bleiben unklar.

Während der Eröffnungsveranstaltung forderte der Betroffene Michael Heltner faire finanzielle Entschädigungen sowie langfristige psychologische Unterstützung. Ein weiterer Teilnehmer schlug vor, dass das Erzbistum ein Prozent seines Vermögens für Wiedergutmachungszahlungen und Renten für die Geschädigten bereitstellen solle.

Erzbischof Bentz bekräftigte die Bereitschaft der Kirche, Entschädigungen zu leisten, und ermutigte die Gemeinden, das Thema offener zu diskutieren. Er regte an, einen Sonntag dem Gedenken an den Missbrauchsskandal zu widmen. Seine Gespräche mit Gläubigen werden in den kommenden beiden Tagen in Schmallenberg und Rheda-Wiedenbrück fortgesetzt.

Obwohl das Erzbistum Fortschritte bei der Entschädigung der Opfer gemacht hat, fordern Betroffene weiterhin umfassendere Unterstützung. Die laufenden Treffen von Erzbischof Bentz zielen darauf ab, Transparenz und Heilung in der Gemeinschaft zu fördern. Die Diskussionen könnten beeinflussen, wie die Kirche künftig mit Missbrauchsfällen umgeht.

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