Warnstreik legt Bus- und Bahnverkehr in Düsseldorf lahm – wer trägt die Schuld?
Ella KrausWarnstreik legt Bus- und Bahnverkehr in Düsseldorf lahm – wer trägt die Schuld?
Ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi hat den Bus- und Bahnverkehr in der Landeshauptstadt nahezu komplett lahmgelegt. Die Störungen begannen, nachdem die Rheinbahn ihren Betrieb einstellte und die Arbeitsniederlegung als Grund angab. Die Maßnahme ließ zahlreiche Pendler stranden und warf Fragen nach der Reaktion des Unternehmens auf.
Der Streik selbst beschränkte sich auf die Werkstätten der Rheinbahn, sodass nur das Wartungspersonal die Arbeit niederlegte. Fahrer waren nicht beteiligt, doch das Unternehmen entschied sich, auch sie nach Hause zu schicken. Verdi-Vertreter bezeichneten diese Entscheidung später als überzogen, da die Auswirkungen weit über das hinausgingen, was die Gewerkschaft geplant hatte.
Verdi warf der Rheinbahn vor, die Schuld für die vier Tage des Chaos auf die Gewerkschaft abschwächen zu wollen. Die Entscheidung des Unternehmens, fast den gesamten Verkehr einzustellen, überraschte die Gewerkschaft, die mit deutlich geringeren Beeinträchtigungen gerechnet hatte. Pendler sahen sich unerwarteten Verspätungen gegenüber, da der Betrieb komplett heruntergefahren wurde.
Die Folgen des Streiks waren weitaus größer als beabsichtigt, da die vollständige Einstellung des Verkehrs durch die Rheinbahn die Situation zusätzlich verschärfte. Die Maßnahmen des Unternehmens führten zu anhaltenden Störungen und hinterließen sowohl bei den Fahrgästen als auch bei der Gewerkschaft Frust. Mit einer Beilegung des Konflikts wird der reguläre Betrieb voraussichtlich wieder aufgenommen.






