17 June 2026, 18:57

VRR-Qualitätsbericht: Solingens Bahnverkehr zwischen Fortschritt und Frust

VRR-Report: Licht und Schatten im Schienenverkehr rund um die Klingenstadt

VRR-Qualitätsbericht: Solingens Bahnverkehr zwischen Fortschritt und Frust

Aktueller Qualitätsbericht des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR): Gemischtes Fazit für den Schienenverkehr in Solingen

Der jüngste Qualitätsbericht des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zeichnet ein zwiespältiges Bild der Bahnverbindungen in Solingen. Während einige Linien pünktlicher geworden sind, kämpfen andere weiterhin mit Zuverlässigkeit und Komfort für Fahrgäste.

Die S7, die auch die Strecke über die Müngstener Brücke bedient, hat ihre Pünktlichkeit verbessert. 2025 betrug die durchschnittliche Verspätung nur 1 Minute und 43 Sekunden. Allerdings wurden im vergangenen Jahr fast 12 Prozent der geplanten Fahrten kurzfristig gestrichen – damit gehört die Linie zu den Spitzenreitern bei Ausfällen im gesamten VRR-Netz.

Für Fahrgäste bleibt die S7 jedoch eine Belastungsprobe: In etwa drei Viertel aller Züge sind die Toiletten defekt. Auch bei Fahrgastinformation, Sauberkeit und Zustand der Wagen schneidet die Linie schlecht ab.

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Die RB48, eine weitere wichtige Verbindung für Solingen, liegt im Mittelfeld. Mit einer durchschnittlichen Verspätung von 3 Minuten und 9 Sekunden bewegt sie sich im Rahmen anderer Regionalbahnen.

Deutlich stärker betroffen ist die RE7, die Köln, Solingen, Wuppertal und das Ruhrgebiet verbindet. Durch starken Fernverkehr, überlastete Knotenpunkte und marode Infrastruktur verlängerten sich die Fahrzeiten im Schnitt um 7 Minuten und 52 Sekunden.

Als Reaktion fordert die Grüne Partei in Solingen eine dringende Modernisierung der S7. Vorgeschlagen wird die schnelle Einführung moderner Batterie-Elektro-Triebzüge (BEMU), um Zuverlässigkeit, Komfort und Servicequalität zu steigern.

Für Pendler in Solingen bleibt die Lage uneinheitlich: Zwar hat sich die Pünktlichkeit auf einigen Strecken verbessert, doch anhaltende Probleme wie Ausfälle, Verspätungen und mangelnde Servicequalität belasten den Alltag. Die Forderungen nach Aufrüstung – etwa durch neue Züge – sollen hier Abhilfe schaffen.

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