SPD will Umnutzung alter Kirchen in Solingen mit neuer Koordinationsstelle erleichtern
Lotta WagnerSPD will Umnutzung alter Kirchen in Solingen mit neuer Koordinationsstelle erleichtern
Die SPD-Fraktion im Solinger Stadtrat setzt sich für eine bessere kommunale Unterstützung von Kirchengemeinden ein, die alte Gebäude umnutzen möchten. Viele evangelische und katholische Gruppen in der Stadt suchen nach Wegen, um ihre nicht mehr genutzten Kirchen umzugestalten oder neu zu entwickeln. Die Partei hat nun einen gemeinsamen Antrag eingebracht, um das Verfahren zu vereinfachen und bürokratische Hürden abzubauen.
Der Vorschlag sieht die Einrichtung einer neuen Koordinationsstelle innerhalb der Stadtverwaltung vor. Zudem soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die die Gemeinden bei ihren Projekten begleitet. Beide Maßnahmen zielen darauf ab, unnötige Verzögerungen für betroffene Gruppen zu vermeiden.
Bauvorschriften und Denkmalschutz erschweren oft solche Umnutzungspläne. Die SPD betont, wie wichtig praktische Hilfe in diesen Bereichen ist – selbst bei begrenztem städtischem Budget. Ziel ist es, alle demokratischen Fraktionen für einen überparteilichen und zügigen Ansatz zu gewinnen.
Die laufende Ausstellung „Kirchen als vierte Orte“ in der Lutherkirche zeigt, wie ehemalige Kirchengebäude neu genutzt werden können. Die Beispiele reichen von Gemeinschaftszentren bis zu Kulturstätten. Der SPD-Antrag fordert alle Ratsfraktionen auf, die Initiative zu unterstützen, um eine zentrale Anlaufstelle und gemeinsame Richtlinien für Gemeinden, Verwaltung und Kommunalpolitik zu schaffen.
Falls der Antrag angenommen wird, sollen die neue Koordinationsstelle und die Arbeitsgruppe klarere Leitlinien für Umnutzungsprojekte bieten. Die SPD hofft, dass dies Entscheidungen beschleunigt, ohne rechtliche oder denkmalschützerische Vorgaben zu vernachlässigen. Das Ergebnis könnte es Gemeinden erleichtern, alte Kirchen in neue Gemeinschaftsräume zu verwandeln.






