11 June 2026, 14:17

SPD-Politiker kämpft gegen Rentenalter 61 für Feuerwehrleute in NRW

Ingo Schäfer (SPD): Erhöhung des Alterslimits für Feuerwehrleute in NRW ist der falsche Weg

SPD-Politiker kämpft gegen Rentenalter 61 für Feuerwehrleute in NRW

Ein SPD-Abgeordneter hat die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen aufgefordert, das Renteneintrittsalter für Feuerwehrleute bei 60 Jahren zu belassen. Ingo Schäfer richtete am Donnerstag einen Brief an führende Landesvertreter und äußerte darin Bedenken gegen geplante Änderungen.

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Schäfer schrieb an Ministerpräsident Hendrik Wüst, die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur sowie Innenminister Herbert Reul. Er forderte eine Überprüfung der Überstundenaufzeichnungen und der unbesetzten Stellen bei der Feuerwehr. Die Landesregierung hatte vorgeschlagen, das Renteneintrittsalter auf 61 Jahre anzuheben.

In seinem Schreiben argumentierte Schäfer, dass Feuerwehrleute bereits jetzt hohen Belastungen ausgesetzt seien. Sie leisteten nicht nur reguläre Notfalldienste, sondern hätten auch während der Pandemie an vorderster Front gearbeitet. Zudem verwies er darauf, dass die meisten von ihnen bis zum 60. Lebensjahr bereits 35 Jahre oder länger im Dienst seien.

Schäfer lud die Politiker zudem ein, Remscheid, Solingen oder Wuppertal zu besuchen, um sich vor Ort ein Bild von den Herausforderungen der Feuerwehrleute zu machen. Als Beispiele nannte er die Rückkehr Baden-Württembergs zu einer Altersgrenze von 60 Jahren sowie die Senkung des Renteneintrittsalters für nicht operative Kräfte in Rheinland-Pfalz.

Der Abgeordnete besteht darauf, die bestehende Regelung beizubehalten. Sein Vorstoß zielt darauf ab, Feuerwehrleute vor einer Verlängerung der Dienstzeit über das 60. Lebensjahr hinaus zu schützen. Die Landesregierung hat sich bisher noch nicht öffentlich zu dem Schreiben geäußert.

Quelle