15 January 2026, 09:35

Solingens WiFö setzt unter neuer Führung auf proaktive Wirtschaftsförderung und regionale Zusammenarbeit

Ein detaillierter Stadtplan mit einem grünen zentralen Bereich, wahrscheinlich ein vorgeschlagener Entwicklungsstandort, umgeben von Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, mit beschreibendem Text unten.

Solingens WiFö setzt unter neuer Führung auf proaktive Wirtschaftsförderung und regionale Zusammenarbeit

Solingens Wirtschaftsförderung schlägt unter neuer Führung bei der WiFö, der städtischen Wirtschaftsagentur für Arbeit, einen anderen Kurs ein. Aktuelle Umstrukturierungen haben klarere Verantwortlichkeiten und einen proaktiveren Ansatz in der Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen gebracht. Die Grünen begrüßen diese Schritte als wichtigen Impuls für eine stärkere regionale Zusammenarbeit.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Solingen (WiFö) hat ihre Führung neu aufgestellt und ein dreiköpfiges Managementteam eingeführt. Der städtische Kämmerer Wienicke übernimmt nun die Geschäftsführung und lenkt die Agentur für Arbeit in Richtung einer lösungsorientierten und kollegialen Arbeitsweise. Die Grünen, vertreten durch die beiden Sprecher Ruth Fischer-Bieniek und Leon Kröck, loben diesen Wandel und betonen die gestiegene Transparenz sowie die bessere Vernetzung zwischen Wirtschaft und Kommunalpolitik.

Auch strategisch setzt die WiFö neue Akzente: Statt auf Anfragen von Unternehmen zu warten, geht die Agentur für Arbeit nun aktiv auf Solinger Betriebe zu. Diese Neuausrichtung erfolgt vor dem Hintergrund eines strukturellen Wandels der Stadtwirtschaft, die zunehmend vom Dienstleistungssektor – insbesondere dem Gesundheitsbereich – geprägt wird.

Die Grünen plädieren dafür, bestehende brachliegende Gewerbeflächen gezielt zu vermarkten, statt vorschnell neue auszuweisen. Angesichts künftiger Entwicklungen wie der Künstlichen Intelligenz, die den Bedarf an großen Gewerbegebieten verringern könnte, lehnen sie eine automatische Ausweisung neuer Flächen am Stadtrand ab. Zudem unterstützen sie die Entscheidung des Rates, mögliche Nutzungskonflikte bei der Flächenplanung zu vermeiden.

Über die lokalen Veränderungen hinaus fordern die Grünen eine intensivere regionale Zusammenarbeit. Sie schlagen einen gemeinsamen „Bergischen“ Ansatz vor, der Wuppertal, Solingen und Remscheid als wirtschaftliches Zentrum enger verzahnt. Das Bergische Städtedreieck könnte so von abgestimmten Strategien und einer stärkeren Koordination profitieren.

Die Neuausrichtung der WiFö und der Fokus der Grünen auf regionale Einheit markieren eine neue Phase für Solingens Wirtschaft. Mit der Konzentration auf bestehende Standorte, einer aktiven Unternehmensansprache und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit will die Stadt sich den veränderten industriellen Anforderungen anpassen. Ob diese Strategien greifen, wird sich in der Praxis zeigen.