08 January 2026, 06:28

Solingens CDU-Chef warnt: Angriffe auf kritische Infrastruktur bedrohen das Überleben der Stadt

Eine Szene mit Gartenhütten, Transformatoren, Strommasten mit Kabeln, Zäunen, einer Straßenlaterne, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Solingens CDU-Chef warnt: Angriffe auf kritische Infrastruktur bedrohen das Überleben der Stadt

Carsten Voigt, Fraktionsvorsitzender der Solinger CDU, fordert besseren Schutz der kritischen Infrastruktur der Stadt. Er warnt, dass Ausfälle in der Energieversorgung, Telekommunikation oder anderen lebenswichtigen Dienstleistungen die Bevölkerung in eine gefährliche Abhängigkeit bringen könnten. Sein Appell folgt auf jüngste Angriffe auf zentrale Einrichtungen in ganz Deutschland.

Voigt bezeichnet den Schutz dieser Systeme als eine Frage des Überlebens für die lokalen Gemeinschaften. Er betont, dass Regierung, Wirtschaft und Bürger zusammenarbeiten müssen, um Störungen mit schwerwiegenden Folgen zu verhindern.

Zur Veranschaulichung der Risiken verwies Voigt auf aktuelle Vorfälle: Ein Brand unter der Wupperbrücke in Burg zeigte, wie schnell Menschen von Energie und Kommunikation abgeschnitten werden können. Zudem nannte er den Angriff auf das Berliner Stromnetz, durch den 45.000 Haushalte ohne Strom, Heizung und Licht auskommen mussten.

Der Politiker warnte vor einer zunehmenden Bedrohung durch linksextremistische Gruppen. Diese zielten gezielt auf Standorte, an denen sie mit minimalem Risiko maximalen Schaden anrichten könnten, so Voigt. Seine Bedenken decken sich mit denen von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul, der kürzlich erklärte, dass öffentlich zugängliche Informationen über Stromleitungen und Kabelverzweigungen Sicherheitslücken schaffen würden.

Voigt besteht darauf, dass die Resilienz durch gemeinsames Handeln gestärkt werden muss. Verwaltung, Politik, Versorgungsbetriebe und Unternehmen seien gleichermaßen in der Pflicht. Gleichzeitig lobte er die Mitarbeiter der Technischen Betriebe Solingen (TBS) und der kommunalen Dienste für ihren Einsatz bei der Winterwartung, der sichere Verkehrswege und eine zuverlässige Infrastruktur garantiert habe.

Über die akuten Gefahren hinaus wies Voigt auf die langfristigen Folgen von Infrastrukturausfällen hin: Störungen in der Wasserversorgung, im Gesundheitswesen oder in der IT könnten den Alltag lahmlegen. Sein Aufruf umfasst eine bessere Abstimmung zwischen lokalen Akteuren sowie wirksamere präventive Maßnahmen.

Voigts Vorschläge zielen darauf ab, Schwachstellen in Solingens lebenswichtigen Dienstleistungen zu verringern. Er hat alle Beteiligten aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen und zu handeln, bevor es zu weiteren Vorfällen kommt. Nun rückt in den Fokus, wie die Stadt diese Maßnahmen umsetzen wird, um ihre Bürger und Infrastruktur zu schützen.