05 June 2026, 11:40

Solingen diskutiert Katastrophenvorsorge nach Flut 2021 – was bleibt zu tun?

FDP führt spannende Diskussion über lokale Katastrophenschutz

Solingen diskutiert Katastrophenvorsorge nach Flut 2021 – was bleibt zu tun?

Podiumsdiskussion zur Katastrophenvorsorge in Solingen

Am Dienstagabend fand in Solingen eine Podiumsdiskussion zum Thema Katastrophenvorsorge statt. Veranstaltet wurde die Runde von der FDP und moderiert von Thorsten Kabitz. Experten bewerteten dabei die Vorbereitung der Stadt auf künftige Krisen, während Anwohner auch die Brandgefahr in den bewaldeten Gebieten Solingens thematisierten.

Im Mittelpunkt der Debatte standen die Lehren aus der Flutkatastrophe 2021 in Nordrhein-Westfalen. Dr. Werner Pfeil kritisierte die damals mangelnde Vorbereitung des Landes und forderte klarere Strategien sowie mehr Ressourcen. NRW müsse seinen Umgang mit Katastrophen dringend verbessern, betonte er.

Jan Welzel räumte ein, dass die lokalen Behörden seitdem ihre Kapazitäten gestärkt hätten. Gleichzeitig mahnte er jedoch, dass Bürger in Notlagen mehr Eigenverantwortung übernehmen müssten. Zudem forderte er höhere finanzielle Unterstützung von Landes- und Bundesebene.

Dr. Ottmar Müller hob hervor, dass Solingen 2021 zwar vergleichsweise gut vorbereitet gewesen sei, einige Pläne aber Lücken aufwiesen. Yvonne Henn, die Katastrophenschutzkoordinatorin der Stadt, sah in der Diskussion eine Chance, präventiv tätig zu werden. Organisiert wurde die Veranstaltung von Ute Klein; Anwohner äußerten dabei Sorgen über das wachsende Waldbrandrisiko in den dicht bewaldeten Gebieten der Region.

Die Teilnehmer betonten den Bedarf an besserer Finanzierung, klareren Plänen und geteilter Verantwortung. Nun steht die Solinger Verwaltung vor der Aufgabe, lokale Vorsorge mit landes- und bundesweiter Unterstützung in Einklang zu bringen. Zudem rückte die Brandschutzproblematik als zunehmende Herausforderung für die Stadt in den Fokus.

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