Solingen behält seine Schlaganfallversorgung – Kplus-Gruppe gibt Verlegungspläne auf
Clara KrausSolingen behält seine Schlaganfallversorgung – Kplus-Gruppe gibt Verlegungspläne auf
Schlaganfallversorgung in Solingen bleibt erhalten – Kplus-Gruppe gibt Pläne für Verlegung nach Hilden auf
Die städtischen Kliniken in Solingen werden ihre Schlaganfallversorgung behalten, nachdem die Kplus-Gruppe ihre Pläne aufgegeben hat, die Abteilung nach Hilden zu verlegen. Die Entscheidung wird als großer Fortschritt für die Stadt und den südlichen Kreis Mettmann begrüßt. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz nannte dies einen „positiven Schritt nach vorn“, warnte jedoch vor anhaltenden Herausforderungen.
Die Kplus-Gruppe hatte ursprünglich vorgeschlagen, die Schlaganfallversorgung von Solingen nach Hilden zu verlegen – ein Vorhaben, das auf breite Kritik stieß. Preuß-Buchholz kritisierte die Pläne scharf und bezeichnete das Vorgehen der Geschäftsführung als „peinlich und empörend“. Die volle Verantwortung für die entstandene Unsicherheit lastete sie der Kplus-Führung an, insbesondere im Zusammenhang mit der Schließung des St.-Lukas-Krankenhauses.
Zudem hinterfragte die Politikerin das Fehlen des direkt gewählten CDU-Landtagsabgeordneten während der Debatte. Sie betonte, dass die gesundheitliche Versorgung in Solingen nicht allein auf dem Krankenhaus, der Kommunalpolitik oder den SPD-Vertretern lasten dürfe. Stattdessen forderte sie Sebastian Haug, den CDU-Abgeordneten, auf, sich stärker für die Gesundheitsinteressen der Solinger Bürger einzusetzen.
Trotz des positiven Ergebnisses steht das Krankenhaus nun unter Zeitdruck, eine neue neurologische Abteilung mit einer Schlaganfallstation aufzubauen. Preuß-Buchholz hob hervor, dass die Einrichtung bereits hohe Standards in Diagnostik und Behandlung erfülle. Gleichzeitig bestand sie darauf, dass die Landesregierung sich zu Millioneninvestitionen verpflichten müsse, um die langfristige Gesundheitsversorgung in der Region zu sichern.
Die Entscheidung, die Schlaganfallversorgung in Solingen zu behalten, beseitigt zwar die akute Verlegungsangst – doch die Stadt muss nun zügig die neue neurologische Abteilung errichten. Preuß-Buchholz machte deutlich, dass weitere finanzielle Unterstützung des Landes unverzichtbar sei, um den künftigen Anforderungen an die Gesundheitsversorgung gerecht zu werden.






