Seniorenrat warnt vor steigenden Nahverkehrskosten und Digitalisierungszwang
Sophia KellerSeniorenrat warnt vor steigenden Nahverkehrskosten und Digitalisierungszwang
Der Seniorenrat hat schwere Bedenken wegen steigender Kosten im öffentlichen Nahverkehr und der Umstellung auf rein digitale Ticketlösungen geäußert. In einer aktuellen Stellungnahme warnt die Organisation, dass ältere Bürger durch Fahrpreiserhöhungen und veränderte Verkaufsmodalitäten zunehmend unter finanziellen Druck geraten.
Der Rat betont, dass viele Senioren bereits mit hohen Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben. Weitere Preisanpassungen würden Mobilität noch unerschwinglicher machen – besonders für Menschen mit festem Einkommen. Kritisch angesehen wird auch, dass Fahrten über Gebietsgrenzen von Kommunen hinweg nicht mit Zusatzkosten verbunden sein dürften.
Am 19. November 2025 verabschiedete der Rat eine Resolution, in der er faire und transparente Preise fordert. Nun appelliert er an den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und dessen Partner, die geplanten Erhöhungen zu stoppen oder rückgängig zu machen. Besonders problematisch sei der Zwang zur vollständigen Digitalisierung des Ticketkaufs, der ältere Fahrgäste benachteiligen könnte.
Hergebrachte Methoden wie Fahrkartenautomaten, Schalterverkauf und Papiertickets bleiben für viele unverzichtbar. Der Rat besteht darauf, dass Mobilität nicht von digitalen Kompetenzen abhängen darf – andernfalls leide die Lebensqualität derer, die Technik nicht nutzen können oder wollen.
Mit ihrem Vorstoß setzt die Organisation die Verkehrsverantwortlichen unter Druck, ihre Tarifpolitik und Ticket-Systeme zu überdenken. Ohne Kurskorrektur droht älteren Bürgern der Ausschluss vom öffentlichen Nahverkehr – sei es durch zu hohe Kosten oder unzugängliche Angebote. Die Forderung ist klar: Bezahlbarkeit und Barrierefreiheit müssen im Mittelpunkt jeder Reform stehen.






