20 June 2026, 08:10

Raubüberfall in Meerbusch eskaliert: Opfer und Täter erstatten Anzeige gegeneinander

POL-NE: Opfer erkennt Räuber: Prügelei an Bushaltestelle

Raubüberfall in Meerbusch eskaliert: Opfer und Täter erstatten Anzeige gegeneinander

Raubüberfall in Meerbuschs Stadtteil Lank-Latum

Am Montag, dem 24. Februar, gegen 21:20 Uhr, kam es in der Im-Schieb-Straße im Meerbuscher Stadtteil Lank-Latum zu einem Raubüberfall. Ein 20-jähriger Anwohner war das Ziel der Tat, nachdem er über eine Online-Handelsplattform den Verkauf eines Handys vereinbart hatte.

Zwei junge Tatverdächtige näherten sich dem Opfer und besprühten es mit Reizgas. Anschließend raubten sie das Handy und flohen in unterschiedliche Richtungen. Auch die 44-jährige Mutter des Opfers und seine jugendliche Schwester wurden während des Vorfalls von dem Sprühnebel erfasst. Schwerwiegende Verletzungen gab es laut Polizei nicht.

Noch am selben Abend, gegen 23:30 Uhr, stellte der Geschädigte gemeinsam mit fünf Bekannten einen der mutmaßlichen Täter an der Bushaltestelle Haus Meer in Büderich. Der 20-jährige deutsch-philippinische Verdächtige soll dabei geschlagen, getreten und möglicherweise mit einem Besenstiel attackiert worden sein. Die Polizei nahm ihn zur Blutentnahme mit auf die Wache, bevor er wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.

Die Ermittler suchen weiterhin nach dem zweiten Tatverdächtigen, der als 17-jähriger Jugendlicher mit arabischem Erscheinungsbild beschrieben wird. Zuletzt trug er eine hellblaue Jeans, eine schwarze Parajumpers-Jacke und einen Ziegenbart. Beide Seiten haben inzwischen wechselseitig Anzeige erstattet – einmal wegen schwerer Körperverletzung, einmal wegen schweren Raubes.

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Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei fahndet weiterhin nach dem zweiten Verdächtigen. Rechtliche Schritte werden auf Grundlage der eingereichten Anzeigen folgen.

Quelle