Post-Ost-Gemeinschaften starten in Berlin ein neues Netzwerk für kulturelle Vielfalt
Clara KrausPost-Ost-Gemeinschaften starten in Berlin ein neues Netzwerk für kulturelle Vielfalt
Vom 6. bis 8. August fand in Deutschland ein dreitägiges Treffen von Post-Ost-Gemeinschaften statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Stiftung BUNT, die sich auf Sprach- und Kulturkurse spezialisiert hat. Das Treffen markierte den Start des neuen Projekts p(ost) berlin, das den Dialog, eine gemeinsame Identität und kulturelle Vielfalt unter Migrantinnen und Migranten aus ehemaligen Ostblockstaaten fördern soll.
Die Konferenz war die erste im Rahmen des p(ost) berlin-Projekts, einer Kooperation zwischen BUNT und dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Teilgenommen haben Vertreterinnen und Vertreter verschiedener von Migrantinnen und Migranten geführter Organisationen, die sich für Integration und kulturellen Austausch einsetzen.
Wladimir Weinberg, Geschäftsführer des Bundesverbands russischsprachiger Eltern, hielt einen Vortrag über Gemeinschaftsbildung. Er betonte, dass erfolgreiche Zusammenarbeit in Vereinen auf Vertrauen und nicht auf starren Hierarchien beruhe. Seine Organisation unterstützt Familien mit russischsprachigem Hintergrund in Deutschland. Weitere teilnehmende Gruppen waren der Frauenpower – Ukrainische Frauen Integrationsverein, der am 8. März 2023 in Sachsen-Anhalt gegründet wurde. Der Verein hilft ukrainischen Frauen, sich durch soziale und berufliche Integration in Deutschland zurechtzufinden. Nash Berlin, eine weitere Teilnehmerin, vernetzt ukrainische Kulturschaffende und arbeitet mit dem Mriya-Verein zusammen, um künstlerische Kooperationen zu fördern. Der Kinder- und Jugendverein JunOst war ebenfalls vertreten und bietet Unterstützung für junge Menschen mit russischsprachigen Wurzeln. Mavka Berlin, eine ehrenamtlich getragene Umwelt- und Sozialinitiative, wurde von einem Team repräsentiert, das größtenteils aus ukrainischen Geflüchteten besteht. Die Deutsch-Kasachische Gesellschaft, seit 1997 aktiv, stärkt weiterhin die Beziehungen zwischen Kasachstan und Deutschland durch kulturelle und bildungspolitische Projekte.
Das Treffen zeigte das wachsende Netzwerk von migrantisch geprägten Initiativen in Deutschland. Diese Organisationen engagieren sich in verschiedenen Bereichen – von der Jugendarbeit bis zum Umweltschutz – und helfen Gemeinschaften, sich einzuleben und zu entfalten. Das Projekt p(ost) berlin plant, solche Kooperationen in Zukunft weiter auszubauen.