20 June 2026, 18:10

NRW streicht überraschend beliebte Wohneigentumsförderung für Familien

FDP: Landesregierung muss 'Kampagne gegen Wohneigentum' beenden

NRW streicht überraschend beliebte Wohneigentumsförderung für Familien

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat ein beliebtes Förderprogramm für Wohneigentum ohne Vorwarnung eingestellt. Das 2022 von der FDP eingeführte Programm bot Zuschüsse von bis zu 10.000 Euro, um Käufern den Erwerb eines Eigenheims zu erleichtern. Die plötzliche Streichung hat scharfe Kritik von politischen Gegnern ausgelöst.

Das Programm, das 2022 an den Start ging, sollte Familien in Solingen und der gesamten Region unterstützen. Während seiner Laufzeit erhielten 419 Haushalte eine Förderung, im Durchschnitt rund 6.895 Euro pro Familie. Die insgesamt ausgezahlte Summe belief sich auf 2.889.156 Euro.

Die Entscheidung zur Abschaffung des Programms fiel während der Sommerpause unter Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). Kritiker werfen der Regierung vor, damit ein Wahlversprechen gebrochen und die Bemühungen zur Förderung von Wohneigentum untergraben zu haben. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Jürgen Albermann kritisiert die Haltung der Landesregierung zu Wohnungsbauabgaben scharf: Diese trieben den Traum vom Eigenheim für viele in immer weitere Ferne.

Albermann fordert die Regierung auf, ihre Politik zu überdenken, da sie den Kauf, Bau und das Wohnen im Eigenheim zunehmend erschwere. Steigende Steuern und Abgaben hätten das Eigentum für viele bereits unerschwinglich gemacht – obwohl acht von zehn Deutschen lieber ein Haus besitzen als zur Miete wohnen würden.

Mit dem abrupten Ende des Förderprogramms bleiben 419 Familien in Solingen, die von der Unterstützung profitiert haben. Eine Ersatzfinanzierung ist nicht vorgesehen. Die politischen Spannungen um bezahlbaren Wohnraum und die Steuerpolitik werden voraussichtlich im Landtag weiter anhalten.

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