29 April 2026, 22:13

NRW setzt auf Kameras und Bodycams gegen Gewalt im Nahverkehr

Ein Zug in einer Station mit einer Überwachungskamera an der Decke, umgeben von Glastüren, Informationsanzeigen und einigen Fahrgästen im Inneren.

NRW setzt auf Kameras und Bodycams gegen Gewalt im Nahverkehr

Öffentlicher Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen: Massiver Sicherheitsausbau mit Kameras und Bodycams

Im öffentlichen Personennahverkehr Nordrhein-Westfalens (NRW) wird die Sicherheit massiv ausgebaut. Immer mehr Züge, Busse und Bahnhöfe setzen auf Videoüberwachung und Körperkameras, um der steigenden Gewalt entgegenzuwirken. Eine aktuelle Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zeigt, wie stark Technologie zunehmend zum Schutz von Personal und Fahrgästen eingesetzt wird.

Allein im vergangenen Jahr nahmen die Angriffe auf Bahnmitarbeiter in NRW dramatisch zu: Über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Übergriffe wurden registriert. Als Reaktion darauf weiten die Verkehrsbetriebe ihre Sicherheitsvorkehrungen aus. Bereits jetzt sind rund 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge mit Videosystemen ausgestattet. Künftige Aufrüstungen sollen die Überwachung auf alle Züge ausdehnen – mit Cloud-Speicherung und möglicherweise künstlicher Intelligenz zur Risikoerkennung.

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Körperkameras gehören mittlerweile zur Standardausrüstung der Sicherheitsteams in Zügen, und einige Unternehmen bieten sie ihren Mitarbeitern auf freiwilliger Basis an. Pilotprojekte im Rheinland zeigen vielversprechende Ergebnisse: Schon die Ankündigung, eine Bodycam zu aktivieren, kann aggressives Verhalten entschärfen. Die Technologie hat sich als wirksam erwiesen, um Konflikte zu deeskalieren und die Sicherheit zu erhöhen.

Auch in Bussen wird die Überwachung ausgeweitet. Neue Fahrzeuge erfassen das gesamte Innere, und fast alle Busse in Düsseldorf sind mittlerweile mit Kameras ausgestattet. Gleichzeitig steht ein Landesprogramm kurz vor dem Abschluss, das 100 kleinere und mittlere Bahnhöfe mit Videosystemen ausstatten soll.

Der verstärkte Einsatz von Kameras und Bodycams soll abschreckend wirken und im Ernstfall bessere Beweismittel für Ermittlungen liefern. Mit laufenden Modernisierungen und Pilotprojekten entwickelt sich das NRW-Verkehrsnetz zu einem der am stärksten überwachten in Deutschland. Die Maßnahmen sind eine direkte Reaktion auf den deutlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle gegen Mitarbeiter im vergangenen Jahr.

Quelle