28 December 2025, 16:35

NRW plant neue Feuerwerksregeln: Städte dürfen selbst über Böller entscheiden

Eine Menschenmenge, einige in Kostümen, versammelte sich vor Gebäuden mit Schildern, einer Box mit Schrift und einem Feuerlöscher.

Reul setzt sich weiter gegen generelles Feuerwerksverbot ein - NRW plant neue Feuerwerksregeln: Städte dürfen selbst über Böller entscheiden

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul schlägt Änderungen der Feuerwerksverordnung vor Silvester vor

Statt eines vollständigen Verbots sollen Städte künftig selbst entscheiden dürfen, wo in stark frequentierten Bereichen Feuerwerk gezündet werden darf. Mit dem Vorstoß will Reul Tradition und Sicherheit in Einklang bringen – angesichts der anhaltenden Debatten über die Risiken privater Böller und Raketen.

Feuerwerk bleibt ein umstrittenes Thema an Silvester: Während viele es als festliche Tradition schätzen, verweisen andere auf die jährlichen Verletzungen und Gefahren. Reul erkennt die Bedenken an, lehnt ein generelles Verbot jedoch ab. Feuerwerk bereite Millionen Menschen Freude, so der Minister.

Laut dem Entwurf sollen Kommunen wie Düsseldorf, Köln oder Dortmund künftig die Befugnis erhalten, in belebten öffentlichen Räumen Einschränkungen zu verhängen. Reul betont, dieser Ansatz biete mehr Flexibilität als ein pauschales Verbot. Zudem seien die Feiern im vergangenen Jahr ohne größere Zwischenfälle verlaufen – ein Zeichen, dass die aktuellen Regelungen greifen. Für dieses Jahr rechnet er zwar mit einigen Herausforderungen, versichert aber, die Polizei sei gut vorbereitet. Mit einem Großaufgebot an Kräften und bereitstehenden Verstärkungen solle die Sicherheit gewährleistet werden. Sein Ziel bleibe, die festliche Stimmung an Silvester zu bewahren – ohne die öffentliche Sicherheit zu gefährden.

Die geplante Reform würde den Städten mehr Spielraum geben, den Einsatz von Feuerwerk in Menschenmengen zu steuern. Reuls Konzept setzt auf dezentrale Lösungen statt auf ein flächendeckendes Verbot, stärkt aber gleichzeitig die Handlungsmöglichkeiten der lokalen Behörden. Die Erfahrungen der Vergangenheit und die Einsatzplanung der Polizei deuten darauf hin, dass die Behörden auf die anstehenden Feiern gut vorbereitet sind.