21 March 2026, 16:19

Neubaur fordert Reform des Sexualstrafrechts nach Deepfake-Skandal um Collien Fernandes

Schwarzes und weißes Foto eines Mannes im Anzug und mit Krawatte mit zentriertem Text und einem Logo, das über politische Verhaltensweisen und Integrität informiert.

Neubaur fordert Reform des Sexualstrafrechts nach Deepfake-Skandal um Collien Fernandes

Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, hat sich zur dringenden Notwendigkeit einer Reform des Sexualstrafrechts geäußert. Ihre Äußerungen folgen auf die öffentliche Schilderung der Schauspielerin Collien Fernandes, die selbst Ziel von Deepfake-Missbrauch geworden ist. Neubaur bezeichnete Fernandes als eine "mutige Frau", deren Schritt anderen Betroffenen ein starkes Signal sende.

Neubaur betonte, dass die aktuellen Gesetze digitale und physische sexualisierte Gewalt nicht gleichstellen. Deepfakes bezeichnete sie als ein wachsendes Problem, das längst kein Nischenthema mehr sei, und kritisierte die Gesetzgeber für ihre zögerliche Haltung. Zwar hat Nordrhein-Westfalen keine konkreten Gesetzesvorhaben eingereicht, doch der Bundesland setzt sich im Rahmen übergeordneter Initiativen für bundesweite Maßnahmen ein.

Die Politikerin schlug zudem die Einrichtung spezialisierter Gerichte für Sexualstraftaten vor, die sowohl digitale als auch physische Delikte abdecken sollen. Sie verwies darauf, dass Länder wie Spanien bereits über solche Systeme verfügen. Ihre Aussagen fallen in eine Zeit, in der der Druck auf die Bundesregierung wächst, rechtliche Lücken beim Umgang mit digitaler Gewalt zu schließen.

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Die stellvertretende Ministerpräsidentin unterstrich die Notwendigkeit klarerer Gesetze zur Bekämpfung von Deepfakes und anderen Formen digitaler Gewalt. Sie argumentierte, dass Opfer besseren Schutz verdienten und das Justizsystem sich neuen Bedrohungen anpassen müsse.

Neubaurs Forderungen nach Reformen spiegeln die wachsende Besorgnis über die Zunahme von Deepfakes und digitaler sexualisierter Gewalt wider. Zwar hat Nordrhein-Westfalen die bundesweite Debatte mitgeprägt, doch konkrete Änderungen hängen von der Gesetzgebung auf Bundesebene ab. Der Fall Collien Fernandes hat die Thematik erneut in den Fokus gerückt – die Politik steht nun unter Handlungsdruck.

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