05 May 2026, 20:10

"Grüne Ufer" feiert magische Bühnenpremiere in Jekaterinburgs *"Tvary"-Theater

Ein altes Illustration eines Buchumschlags mit dem Titel "Die Musik der russischen Revolution", der einen Mann in einem weißen Gewand zeigt, der ein Saiteninstrument spielt, und eine Frau in einem langen Kleid, die Blumen hält, vor einem tiefblauen Nachthimmel mit Sternen.

"Grüne Ufer" feiert magische Bühnenpremiere in Jekaterinburgs *"Tvary"-Theater

Eine kühne Bühnenadaption von „Grüne Ufer“, dem gefeierten Fantasy-Roman von Gennadi Alexejew, hat in Jekaterinburg Premiere gefeiert. Unter der Regie von Lilia Bornaschewa erzählt das Stück eine Geschichte von parallelen Existenzformen, verpackt in eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Die Aufführungen fanden im privaten „Tvary“-Theater der Stadt statt und verbinden sowjetzeitliche Lyrik mit vorrevolutionärer Romantik.

Der Roman „Grüne Ufer“ entstand, nachdem Alexejew auf die Geschichte der Sängerin Anastassija Wjalzewa gestoßen war, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebte. Sein Werk entwickelte sich zu einer der meistgefeierten Fantasy-Erkundungen sich überschneidender Realitäten. Bornaschewa bearbeitete den Text für die Bühne, bewahrte dabei seine zentralen Themen und bereicherte ihn mit theatralischen Innovationen.

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Die Handlung folgt zwei tragisch verbundenen Liebenden: einem sowjetischen Dichter der 1980er-Jahre und einer Romantik-Sängerin aus der vorrevolutionären Zeit. Ihre Schicksale kollidieren über die Epochen hinweg und gipfeln in einem poetischen, doch tödlichen Wiedersehen im Jenseits. Oleg Dulenkin und Jelena Iwanowa übernahmen die Hauptrollen, wobei Iwanowa im Verlauf der Aufführung zusätzlich in neun verschiedene Charaktere schlüpfte.

Die emotionale Wucht der Inszenierung trägt vor allem das Duo, dessen Chemie die sich verschiebenden Zeitebenen zusammenhält. Iwanowas Wandlungsfähigkeit ermöglichte es ihr, mehrere Figuren zu verkörpern, die jeweils zur vielschichtigen Atmosphäre der Geschichte beitragen. Der Höhepunkt des Stücks zeigt die Liebenden vereint – doch nur im Tod – und unterstreicht so den bittersüßen Grundton des Romans.

Die Premiere markiert einen bedeutenden Moment für die Theaterszene Jekaterinburgs und demonstriert das Engagement des „Tvary“ für ambitionierte Adaptionen. Bornaschewas Regie und Iwanowas facettenreiche Darstellung haben Alexejews Vision eindrucksvoll zum Leben erweckt. Die Produktion bereichert nun den kulturellen Spielplan der Stadt und bietet dem Publikum eine seltene Mischung aus historischem Fantasy-Stoff und theatralischem Wagnis.

Quelle