Mönchengladbach trotzt dem NRW-Trend mit Rekord-Wohnungsbau 2025
Mönchengladbach verzeichnet starken Wohnungsbau-Boom – entgegen dem Landestrend in Nordrhein-Westfalen
Mönchengladbach hat einen deutlichen Anstieg beim Wohnungsbau erlebt und setzt sich damit vom allgemeinen Trend in Nordrhein-Westfalen ab. Die Stadt vollendete 2025 insgesamt 758 neue Wohnungen – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Gleichzeitig verzeichnete das Bundesland den niedrigsten Wohnungsbau seit 14 Jahren, mit einem Rückgang der Fertigstellungen um 9,4 %.
Die Fortschritte der Stadt stechen in einem schwierigen regionalen Umfeld besonders hervor. Während in ganz Nordrhein-Westfalen nur 37.185 Wohnungen fertiggestellt wurden, erreichte Mönchengladbach eine Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner. Dieser Wert liegt 43 % über dem Landesdurchschnitt von 19,8 und platziert die Stadt auf Platz drei unter den 22 kreisfreien Städten.
Auch die Baugenehmigungen in Mönchengladbach stiegen 2025 stark an – um 73,6 %. Die Stadt bewilligte Wohnungsbauförderungen in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 Wohneinheiten und erreichte damit fast den Rekordwert des Vorjahres. Dies folgt auf eine große Initiative im Jahr 2023, als die Wohnungsbauoffensive rund 43 Millionen Euro in das städtische Wohnungsbauunternehmen investierte.
Besonders auffällig ist die Entwicklung beim sozialen Wohnungsbau: 2024 gab die Stadt 274 % der ihr zugewiesenen Mittel aus – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu nur 5 % im Jahr 2021. Gleichzeitig führen bundesweit steigende Kreditzinsen und Baukosten zu einem Rückgang der Bautätigkeit, was die Branche weiterhin unter Druck setzt.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Wohnungsmarkt in Mönchengladbach dynamisch. Die Bauleistungen der Stadt stehen in scharfem Kontrast zum landesweiten Rückgang, wo die Fertigstellungen auf den niedrigsten Stand seit 2011 gefallen sind.
Mönchengladbachs Wohnungsbau-Boom hebt die Stadt in einem schwierigen Jahr für Nordrhein-Westfalen hervor. Mit 758 fertiggestellten Wohnungen und einer Bauquote deutlich über dem Landesdurchschnitt hält die Stadt an ihrem Wachstumskurs fest. Die erhöhten Fördermittel und Genehmigungen deuten darauf hin, dass dieser Schwung auch 2026 anhalten wird.






