Moers' Bürgermeisterin übernimmt Schirmherrschaft für jüdisches Erbe und gegen Antisemitismus
Ella KrausMoers' Bürgermeisterin übernimmt Schirmherrschaft für jüdisches Erbe und gegen Antisemitismus
Bürgermeisterin Julia Zupancic hat offiziell die Schirmherrschaft über die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers übernommen. Die Bekanntgabe erfolgte während eines Treffens mit Vorstandsmitgliedern des Vereins. Dabei betonte sie ihr Engagement für die Bewahrung der jüdischen Geschichte der Stadt und den Kampf gegen Antisemitismus.
Die Gesellschaft präsentierte zudem eine neue Broschüre mit dem Titel "Spuren jüdischen Lebens", die die wenigen verbleibenden Zeugnisse der jüdischen Vergangenheit Moers' dokumentiert.
Das Zusammentreffen zwischen Bürgermeisterin Zupancic und dem Vorstand markierte den Beginn ihrer offiziellen Unterstützung für die Arbeit des Vereins. Sie unterstrich die Bedeutung, das jüdische Leben in Moers zu erinnern und dem heutigen Antisemitismus entgegenzutreten. Der Verein, der sich seit Langem auf Bildungsarbeit konzentriert, kooperiert weiterhin mit örtlichen Schulen, um junge Menschen einzubinden.
Ihr aktuelles Projekt ist die Broschüre "Spuren jüdischen Lebens", die für drei Euro erhältlich ist. Sie beleuchtet die frühe Geschichte der jüdischen Gemeinde in Moers, die ehemalige Synagoge, die Stolpersteine sowie die Deportationen während der NS-Zeit. Die Publikation liegt nun in verschiedenen öffentlichen Einrichtungen der Stadt aus.
Über das lokale Engagement hinaus pflegt die Gesellschaft enge bundesweite Kontakte. Diese Verbindungen trugen bereits dazu bei, dass die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille nach Moers kam. Moderne Führungen, etwa am Mahnmal Synagogenbogen, verfolgen ebenfalls die Spuren jüdischer Geschichte in der Stadt, auch wenn historische Aufzeichnungen über das jüdische Leben vor 1933 rar sind.
Die Broschüre und die Schirmherrschaft der Bürgermeisterin sollen das Gedenken an die jüdische Gemeinde Moers wachhalten. Die Publikation "Spuren jüdischen Lebens" ist für drei Euro in öffentlichen Gebäuden der Stadt erhältlich. Durch die fortlaufende Zusammenarbeit mit Schulen und kulturellen Initiativen sorgt der Verein für eine breitere Wahrnehmung dieser Geschichte.






