Mehrwertsteuer-Anstieg 2024: Gastronomie fürchtet Preisschock und Kundenverlust
Sophia KellerMehrwertsteuer-Anstieg 2024: Gastronomie fürchtet Preisschock und Kundenverlust
Die deutsche Regierungskoalition hat einen Plan abgelehnt, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Restaurantmahlzeiten beizubehalten. Damit steigt die Steuer zum 1. Januar 2024 wieder an – und treibt die Preise weiter in die Höhe. Kritiker warnen, dass die Maßnahme sowohl Betriebe als auch Kunden hart treffen werde.
Die Vorgängerregierung hatte die Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants im Juni 2020 auf 7 Prozent gesenkt. Diese vorübergehende Regelung sollte die Gastronomie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten entlasten. Doch die aktuelle Koalition lehnte nun Forderungen ab, den niedrigeren Steuersatz dauerhaft beizubehalten.
Gerlinde Steingruber, Vorsitzende der Solinger MIT, bezeichnete die Entscheidung als „Katastrophe“. Sie argumentierte, dass die Steuererhöhung die Preise um weitere 12 Prozent steigen lasse – zusätzlich zur bestehenden Inflation. Seit Januar 2020 seien die Kosten für Restaurantbesuche bereits um 20 Prozent gestiegen.
Steingruber warnte vor schweren Folgen für Gesellschaft, Staat und die Branche selbst. Sie forderte die Koalition auf, die Entscheidung zu überdenken, und betonte, dass sowohl Gastronomen als auch Verbraucher darunter leiden würden. Ohne eine Kehrtwende drohten dem Sektor langfristige Schäden.
Die Mehrwertsteuererhöhung tritt zu Beginn des Jahres 2024 in Kraft. Restaurants müssen mit höheren Kosten rechnen, und Gäste werden mehr für ihre Mahlzeiten zahlen. Der abgelehnte Gesetzentwurf lässt keine unmittelbare Möglichkeit offen, den niedrigeren Steuersatz zu erhalten.






