Markus Preuss verlässt SPD-Fraktion in Solingen – bleibt aber Parteimitglied
Lotta WagnerMarkus Preuss verlässt SPD-Fraktion in Solingen – bleibt aber Parteimitglied
Markus Preuss hat die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Solingen verlassen, bleibt aber Parteimitglied. Künftig wird er als unabhängiger Kandidat unter dem Banner „SPD-SüdBurg“ im Stadtrat vertreten sein. Seine Entscheidung folgt auf wiederholte Konflikte mit der örtlichen Parteiführung über Respekt und inhaltliche Prioritäten.
Preuss nannte mangelnde Wertschätzung aus Teilen der SPD als Hauptgrund für seinen Austritt. Er habe den Eindruck, dass seine Anträge regelmäßig von der Tagesordnung ausgeschlossen und seine Anliegen für die ärmsten Bevölkerungsgruppen ignoriert wurden. Der SPD-Ortsverein SüdBurg unterstützt seinen Schritt voll und ganz – die Absprache mit dem Verein war für Preuss entscheidend, bevor er seine Entscheidung traf.
Künftig wird er im Rat an einem separaten Tisch als „SPD-SüdBurg“ Platz nehmen, hat der SPD-Fraktion aber eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe angeboten. Preuss stehe weiterhin zu den Kernwerten der Partei und erwarte, dass seine Positionen mit Respekt behandelt werden. Zwar stimme er mit dem Oberbürgermeister darin überein, keine Schulden an zukünftige Generationen weiterzugeben, in der Frage der Finanzierung der BHC-Arena und einer Machbarkeitsstudie gebe es jedoch Differenzen.
Als unabhängiger Abgeordneter wird Preuss weiterhin die Interessen seiner Wähler vertreten, ohne sein SPD-Parteibuch abzugeben. Mit der neuen Konstellation will er sicherstellen, dass seine Standpunkte Gehör finden und ernst genommen werden. Der Schritt unterstreicht sein Engagement für Themen, die seiner Ansicht nach bisher zu wenig Beachtung fanden.
