Kostendenken statt Kultur: Wie ein Medienmanager kulturelle Einrichtungen gefährdet
Sophia KellerKostendenken statt Kultur: Wie ein Medienmanager kulturelle Einrichtungen gefährdet
Ein aktueller Kritikbeitrag wirft ein Schlaglicht auf die Folgen einer kostenzentrierten Führungspolitik eines Medienmanagers für kulturelle Einrichtungen. Der Autor erinnert sich an seine Zeit in Bremen, wo die Amtsführung des Betreffenden beim Weser-Kurier angeblich die Qualität der Zeitung untergrub.
Der Autor kannte den Manager noch aus dessen Amtszeit als Chefredakteur des Weser-Kurier. Damals stand nicht der kulturelle Wert im Mittelpunkt, sondern Zahlen, Profit und Selbstinszenierung – auf Kosten der redaktionellen Standards, wie der Autor anmerkt.
Nun, als Chefredakteur der Rheinischen Post, setzt derselbe Verantwortliche weiterhin auf Sparmaßnahmen statt auf kulturelle Investitionen. Erst kürzlich sprach er sich gegen den Bau eines Opernhauses in Dortmund aus – mit der Begründung, benachbarte Städte verfügten bereits über solche Spielstätten. Der Autor entgegnet, dass nach dieser Logik nirgends Opernhäuser stünden.
Allein die Düsseldorfer Oper beschäftigt 570 Menschen, fördert Musikschulen und Bibliotheken und bietet Bildungsprogramme für Kinder an – ein Beleg für ihre gesellschaftliche Strahlkraft. Der Medienmanager hingegen misst Kunst vor allem in finanziellen Kategorien, nicht an ihrem emotionalen oder sozialen Wert.
Der Autor betont, dass Kultur sich nicht in Zahlen pressen lässt. Entscheidend seien ihre sinnliche Wirkung und ihre verbindende Kraft. Ohne Investitionen in solche Einrichtungen, so die Warnung, drohten Städten der Verlust unverzichtbarer kultureller und bildungspolitischer Ressourcen.






