Kontrollierte Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Schornstein fällt für die Energiewende
Lotta WagnerKontrollierte Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Schornstein fällt für die Energiewende
Am 22. Februar steht im Kraftwerk Ibbenbüren die nächste große Sprengung an. Diesmal werden der Schornstein sowie die Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen in einer kontrollierten Detonation zu Boden gehen. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) überträgt das Ereignis live – genau wie bereits im April vergangenen Jahres, als der Kühlturm und das Kesselhaus gesprengt wurden.
Seit 2023 wird das Gelände systematisch zurückgebaut, nachdem das Abbruchunternehmen Hagedorn aus Gütersloh die Arbeiten übernommen hatte. Vor Ort leitet Jens Hofmann, der Projektverantwortliche des Unternehmens, die Demontage. Wiederholt kam es zu Verzögerungen, da die Sprengungen aus Sicherheitsgründen mehrmals verschoben werden mussten.
Das Betonmaterial des abgerissenen Kühlturms findet bereits eine neue Verwendung: Es dient als Aufprallbett, auf dem der Schornstein bei der Sprengung landen wird. Auch der Schrott aus den Entschwefelungsanlagen wird recycelt und eingeschmolzen. Nach Abschluss der Abrissarbeiten übernimmt der Netzbetreiber Amprion das Gelände. Geplant ist der Bau einer Umrichterstation, die Windstrom aus der Nordsee in haushaltsüblichen Strom umwandelt. Davon sollen künftig Haushalte in ganz Nordrhein-Westfalen profitieren. Hagedorn rechnet damit, die Fläche bis Juni 2026 vollständig geräumt zu haben.
Die anstehende Sprengung markiert einen weiteren Schritt im Rückbau des Kraftwerks. Nach der Detonation beginnt die Umnutzung des Geländes für die erneuerbaren Energien. Das Umrichterprojekt wird dazu beitragen, Windstrom an tausende Haushalte in der Region zu verteilen.