„Komische Vögel“ am TD Berlin: Provokation zwischen NS-Geschichte und schwarzem Humor
Sophia Keller„Komische Vögel“ am TD Berlin: Provokation zwischen NS-Geschichte und schwarzem Humor
„Komische Vögel“ – ein Theaterstück, das mit ungewöhnlicher Historie und Gesellschaftskritik provoziert
Am TD Berlin läuft derzeit Komische Vögel, eine Inszenierung, die das Publikum mit einer ungewöhnlichen Verbindung von Geschichte und moderner Gesellschaft herausfordert. Das Stück vereint schwarzen Humor, Ornithologie und eine Auseinandersetzung mit der NS-Wissenschaft. Nach der Premiere kehrt die Produktion am 21., 22. und 23. November auf die Bühne zurück.
Im Mittelpunkt steht Günther Niethammer, ein SS-Offizier und Ornithologe, der während seiner Stationierung in Auschwitz Vögel erforschte. Seine Kriegsaufzeichnungen fließen in den Text ein und werden von der Figur des Unbehaun rezitiert. Die Inszenierung verweist zudem auf die Umbenennung einer Wasservogelart in „Thors Huhn“ – ein ironischer Seitenhieb auf die wissenschaftliche Manipulation im Nationalsozialismus.
Wer Komische Vögel erleben möchte, hat dazu Ende November am TD Berlin noch einmal Gelegenheit. Die Produktion verbindet Geschichte, Satire und gesellschaftliche Reflexion auf eine Weise, die gängige Theaterkonventionen sprengt. Karten für die drei letzten Vorstellungen sind weiterhin erhältlich.