Kölner Ehrenamtler zahlen für unachtsamen Umgang mit geschützten Bildern
Ella KrausKölner Ehrenamtler zahlen für unachtsamen Umgang mit geschützten Bildern
Kölner Ehrenamtsvereine erhalten unerwartete Rechnungen nach Nutzung urheberrechtlich geschützter Bilder
Mehrere von Freiwilligen geführte Vereine in Köln sehen sich mit unerwarteten Forderungen konfrontiert, nachdem sie urheberrechtlich geschützte Bilder online genutzt haben. An verschiedene kleine Gruppen verschickte Schreiben verlangen jeweils fast 1.000 Euro für die unberechtigte Verwendung von Fotos. Der Fall zeigt die Risiken auf, die entstehen, wenn Bilder aus dem Internet übernommen werden, ohne vorher die Nutzungsrechte zu prüfen.
Das Problem begann, als die Vereine Bilder aus dem Netz herunterluden und hochluden, ohne die Lizenzen zu überprüfen. Selbst gut gemeinte Initiativen können so unwissentlich gegen das Urheberrecht verstoßen. Stockfotos dürfen nur dann genutzt werden, wenn die jeweiligen Lizenzbedingungen eingehalten werden.
Zahlreiche Plattformen bieten zwar kostenlose Bilder an, doch Nutzer müssen vor dem Download die Nutzungsbestimmungen prüfen. Seiten wie Pixabay, Unsplash, Realistic Shots, Stockio und Free Nature Stock stellen lizenzfreie Fotos für kommerzielle und gemeinnützige Zwecke bereit – ohne Anmeldung. Auch Canva gewährt gemeinnützigen Organisationen kostenlosen Zugang zu seiner Pro-Version, inklusive Vorlagen und Bildern.
Es gibt Ausnahmen, in denen Bilder frei genutzt werden dürfen – etwa bei Werken, die nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen, bei Zitaten oder wenn der Urheber sie ausdrücklich freigegeben hat. Das Verlinken öffentlich zugänglicher Bilder ist in der Regel erlaubt, das Herunterladen und erneute Hochladen jedoch nicht.
KI-generierte Bilder bieten eine weitere Möglichkeit, doch auch hier müssen die Nutzungsrechte klar definiert sein. Gemeinnützige Organisationen sollten vor der Verwendung von Bildern auf Websites oder in sozialen Medien immer eine schriftliche Genehmigung einholen, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
Die an die Kölner Vereine verschickten Forderungen dienen als Warnung für andere. Wer Bildlizenzen prüft und die notwendigen Genehmigungen einholt, kann teure Abmahnungen vermeiden. Kostenlose und legale Alternativen gibt es zwar, doch Organisationen müssen die Bedingungen vor der Nutzung genau prüfen.