Kleinbauern fordern Klimagerechtigkeit – doch nur 1 % der Hilfen erreicht sie
Sophia KellerKleinbauern fordern Klimagerechtigkeit – doch nur 1 % der Hilfen erreicht sie
Bäuerliche Kleinbetriebe produzieren mehr als die Hälfte der weltweiten Nahrungskalorien und sichern ländliche Existenzgrundlagen auf der ganzen Welt. Dennoch erhalten sie weniger als 1 Prozent der internationalen Klimafinanzierung für Anpassungsmaßnahmen. Nun fordern Vertreter der Landwirte direkte Investitionen, um sie bei der Bewältigung wachsender Klimarisiken und instabiler Kosten zu unterstützen.
Esther Penunia, Stephen Muchiri und Thomas Patriota sprachen über die zunehmenden Herausforderungen, mit denen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern konfrontiert sind. Klimafolgen und steigende Produktionskosten erschweren ihre Arbeit zusehends. Das Bündnis Family Farmers for Climate Action hat einen Resilienz- und Ermächtigungsfonds für Landwirte vorgeschlagen, um sicherzustellen, dass Finanzmittel direkt bei Bauernorganisationen ankommen.
Vertreter von 95 Millionen Kleinbauern aus Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifikraum erhoben die Forderung nach konkreten Maßnahmen. Die Forest and Farm Facility fördert bereits lokal geführte Lösungen, um Existenzgrundlagen zu stärken und die Klimaresilienz zu erhöhen. Die durch El Niño verursachten Störungen der Niederschläge und Ernteerträge verleihen ihren Appellen zusätzliche Dringlichkeit.
Von Landwirten getragene Methoden wie agroökologische und naturverträgliche Anbauweisen können die Widerstandsfähigkeit steigern und die Artenvielfalt schützen. Diese Ansätze beweisen, dass Kleinbauern aktive Partner im Klimaschutz sind – und nicht bloß Empfänger von Hilfsleistungen.
Direkte Finanzhilfen für bäuerliche Kleinbetriebe könnten die globale Nahrungsmittelversorgung sichern und nachhaltige Landschaften schaffen. Der vorgeschlagene Fonds zielt darauf ab, Ressourcen dorthin zu lenken, wo die Auswirkungen des Klimawandels am stärksten zu spüren sind. Eine solche Unterstützung würde den Landwirten helfen, sich anzupassen und weiterhin Millionen von Menschen weltweit zu ernähren.
