Jörg Wagner verlässt *radioeins* – das Ende einer Ära beim RBB
Langjähriger Radiomoderator Jörg Wagner verlässt radioeins nach Zwangspensionierung durch den RBB
Der 66-jährige Jörg Wagner, bekannt für seine scharfsinnigen Medienkommentare, verlässt radioeins – seine letzte Ausgabe des Medienmagazins moderiert er am 27. Dezember 2025. Damit endet eine Ära für die Sendung, die ab dem nächsten Jahr in einem reduzierten Format weiterlaufen wird.
Wagners Karriere begann vor Jahrzehnten bei DT64, dem Jugendradio der DDR. Später wurde er zu einer festen Größe bei radioeins, wo sein Medienmagazin eine treue Hörerschaft gewann. Sein Abschied erfolgt im Rahmen von Sparmaßnahmen des RBB, die vor allem ältere Mitarbeiter treffen – darunter mehrere langjährige radioeins-Größen.
Der Sender begründet die Kürzung des Medienmagazins auf weniger Folgen ohne Live-Ausstrahlungen mit einer Umstellung auf ein "familienfreundlicheres" Programm. Wagners Abschiedssendung fand nicht im Büro der Intendantin, sondern auf der Dachterrasse des RBB-Medienhauses statt. Noch am Tag seiner letzten Ausgabe startet er gemeinsam mit Co-Moderator Philipp Nitzsche den neuen Podcast Medienhölle. Allerdings unterliegt das Format künftig der redaktionellen Kontrolle durch die neue RBB-Führung unter Ulrike Demmer. Ab dem 10. Januar 2026 übernimmt Teresa Sickert das neu aufgestellte radioeins-Medienmagazin.
Mit Wagners Abgang entsteht eine Lücke im RBB-Programm, während sein Podcast unter schärferer Aufsicht steht. Die Umstrukturierung des Senders bedeutet weniger Live-Formate und eine neue Ausrichtung des Medienmagazins. Seine letzte Sendung am 27. Dezember fällt mit dem Start von Medienhölle zusammen – ein Abschied und zugleich ein Neuanfang.