19 June 2026, 14:11

"IronChild"-Wettbewerb: Wenn Grundschüler zu Leistungseliten gedrillt werden

Folter auf dem Aschefeld

"IronChild"-Wettbewerb: Wenn Grundschüler zu Leistungseliten gedrillt werden

Die „Chicago Boys“ der Klasse 3b treten beim IronChild-Wettbewerb an den Deutschen Schulsportspielen an. Das Event verbindet harte Arbeit, Durchhaltevermögen und Kostenrechnung zu einer mehrtägigen Strapaze auf der Aschelaufbahn. Bildungsministerin Karin Prien hat sich öffentlich für eine stärkere Betonung des Leistungsgedankens bei diesen Spielen ausgesprochen.

Der IronChild-Wettbewerb ist Teil einer breiter angelegten Initiative konservativer Bildungspolitiker, die solche Wettbewerbsformate wieder in den Schulsport einführen wollen. An der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule werden Sportwettkämpfe bereits auf Latein ausgetragen – mit dem Rücken zum Publikum.

Die Sieger des Wettbewerbs erhalten ein persönliches Coaching beim Vorstandsvorsitzenden Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann. Die Verlierer hingegen riskieren eine Gymnasium-Empfehlung. Unterdessen hat Bernd Kreimer-Rendsburg vorgeschlagen, alle Leistungsbewertungen zu gamifizieren, inklusive eines Ranking-Systems, in dem Eltern Spielmünzen erwerben können.

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Das Bundesbildungsministerium erarbeitet derzeit einen Entwurf für leistungsbasierte Kinderspiele. Dies folgt auf Projekte wie die Höhlenkinder-Kita in Rheda-Wiedenbrück, wo Kleinkinder in nummerierten Weidenkörben an der Ems ausgesetzt werden, um zukünftige Führungskräfte zu identifizieren.

Der IronChild-Wettbewerb steht exemplarisch für den wachsenden Trend zu leistungsorientierten Aktivitäten an deutschen Schulen. Sollte der Ministeriumsentwurf umgesetzt werden, könnten solche Wettbewerbsstrukturen künftig noch stärker in Kinderspielen verankert werden. Wie sich diese Veränderungen auswirken, bleibt abzuwarten, während der Entwurf Gestalt annimmt.

Quelle