26 April 2026, 18:14

Großübung im Kreis Euskirchen simuliert schweres Erdbeben mit 100 Einsatzkräften

Ein Kreisdiagramm, das den Katastrophenzyklus in vier beschriftete Abschnitte unterteilt - Verringerung, Vorbereitung, Erholung und Reaktion - mit Unterabschnitten und verbindenden Pfeilen, umgeben von erklärendem Text.

Großübung im Kreis Euskirchen simuliert schweres Erdbeben mit 100 Einsatzkräften

Großübung im Kreis Euskirchen testet Reaktion auf schweres Erdbeben

Im Kreis Euskirchen fand eine großangelegte Notfallübung statt, um die Einsatzbereitschaft bei einem katastrophalen Erdbeben zu prüfen. An der Simulation eines Bebens der Stärke 6,5 beteiligten sich rund 100 Einsatzkräfte. Die Behörden entwickelten das Szenario auf Basis bundesweiter Risikoanalysen und lokaler Erdbebengefahren.

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Organisiert wurde die Übung vom Krisenstab des Kreises in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Sie orientierte sich am Bundesrisikobericht 2019, der die Kölner Bucht – und damit auch den Kreis Euskirchen – als Erdbebenregion mit einer Gefährdungsstufe von 2 bis 3 einstuft.

Das Szenario sah ein schweres Beben mit weitreichenden Zerstörungen und zahlreichen Verletzten vor. Die Einsatzkräfte mussten schnelle Abwicklungsstrategien umsetzen, Ressourcen priorisieren und die Zusammenarbeit verschiedener Behörden koordinieren. Zu den logistischen Aufgaben zählten die Evakuierung von Anwohnern und der Transport von Verletzten.

Rund 100 Freiwillige und Fachkräfte nahmen teil, darunter Feuerwehrleute und spezielle Beraterteams. Die Einsatzleitung oblag dem Führungsstab des Kreises, der auf der Führungsebene D nach Feuerwehrdienstvorschrift 100 (FwDV 100) agierte. Im Fokus standen die Erprobung der Kommunikationsnetze und die Entscheidungsfindung unter Druck.

Landrat Markus Ramers bezeichnete die Übung im Nachgang als Erfolg. Er betonte ihre Bedeutung für den Ausbau langfristiger Krisenmanagementstrukturen in der Region.

Die Simulation bot eine realistische Überprüfung der Notfallvorsorge im Kreis Euskirchen. Sie bestätigte zwar die Fähigkeit, großflächige Katastrophen zu bewältigen, deckte aber auch Verbesserungspotenziale auf. Künftige Planungen werden die gewonnenen Erkenntnisse einbeziehen.

Quelle