29 April 2026, 04:47

Großrazzia in NRW: 110 Zollbeamte decken Schwarzarbeit und Sozialbetrug in der Baubranche auf

Schwarz-weiß-Zeichnung einer Fabrik in einem Feld mit Gebäuden, Bäumen und einem Pfahl im Vordergrund, beschriftet mit "The New York State Penitentiary" unten.

Großrazzia in NRW: 110 Zollbeamte decken Schwarzarbeit und Sozialbetrug in der Baubranche auf

Über 110 Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen groß angelegte Kontrollen in der Baubranche durchgeführt. Bei der Aktion wurden rund 280 Beschäftigte in Köln, Leverkusen sowie in den Kreisen Rhein-Sieg und Rheinisch-Bergisch überprüft. Die Behörden deckten dabei zahlreiche Fälle von Schwarzarbeit und Sozialbetrug auf.

Die Kontrollen fanden in vier Schwerpunktgebieten statt. In Köln wurden 123 Arbeitnehmer von 51 verschiedenen Arbeitgebern überprüft. In Leverkusen standen 75 Beschäftigte aus 11 Unternehmen unter der Lupe. Im Rheinisch-Bergischen Kreis, konkret in Bergisch Gladbach, wurden 42 Mitarbeiter aus 11 Betrieben kontrolliert. Im Rhein-Sieg-Kreis, mit Fokus auf Bornheim, wurden 39 Arbeitnehmer von 15 Arbeitgebern geprüft.

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Im Rahmen der Aktion wurden elf Männer ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis ermittelt. In fünf Fällen besteht der Verdacht auf nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge, was zu Vorwürfen wegen Sozialbetrugs führte. Gegen drei Unternehmen wird zudem wegen des Vorwurfs der Unterschreitung des gesetzlichen Mindestlohns ermittelt.

Gegen die elf Männer und ihre Arbeitgeber wurden nun Strafverfahren eingeleitet. Die Kontrollen offenbarten systematische Mängel bei der Einhaltung von Vorschriften in der Bauwirtschaft. Der Groß Einsatz hat schwerwiegende Verstöße gegen Arbeits- und Sozialrecht ans Licht gebracht. Die Behörden werden die Ermittlungen gegen die elf Männer und ihre Arbeitgeber wegen möglicher Straftaten fortsetzen. Weitere Maßnahmen könnten folgen, sobald sich die Fälle konkretisieren.

Quelle