Glasfaserausbau in Elmpt startet – Niederkrüchten bleibt vorerst ohne schnelles Internet
Sophia KellerGlasfaserausbau in Elmpt startet – Niederkrüchten bleibt vorerst ohne schnelles Internet
Deutsche Glasfaser baut Glasfasernetz in Elmpt aus – Niederkrüchten vorerst ausgeschlossen
Nach ausreichendem Kundeninteresse hat sich Deutsche Glasfaser entschieden, sein Glasfasernetz im Ortsteil Elmpt der Gemeinde Niederkrüchten auszubauen. Das Unternehmen hatte Anfang 2025 eine Bedarfsabfrage abgeschlossen, weitere Expansionspläne für den Rest Niederkrüchtens jedoch vorerst verworfen. Lokale Politiker und Anwohner hatten sich zuvor für eine Umsetzung des Projekts eingesetzt.
Im frühen Jahresverlauf 2025 beendete Deutsche Glasfaser in Elmpt das sogenannte Nachfragebündelungsverfahren. Eine ausreichende Anzahl an Haushalten zeigte Interesse, sodass der kommerzielle Ausbau der Glasfaserinfrastruktur ohne öffentliche Fördergelder oder umfangreiche behördliche Beteiligung realisierbar erschien.
Doch nach einer Prüfung der wirtschaftlichen Machbarkeit stieß das Vorhaben auf erhebliche Hürden. Steigende Kosten und Engpässe bei Ressourcen im deutschen Netzausbau machten das Projekt vorläufig undurchführbar. Daher gab Deutsche Glasfaser bekannt, das Glasfasernetz in Niederkrüchten frühestens bis Ende 2027 nicht ausbauen zu wollen.
Frank Kriegers, der zuvor Infrastrukturprojekte für die Gemeinde koordinierte, bestätigte die Herausforderungen. Er verwies auf branchenweite Probleme, die Netzbetreiber bundesweit belasten. Dennoch verfügen bereits jetzt über 96 Prozent der Haushalte in Niederkrüchten über Internetanschlüsse mit bis zu 1.000 Mbit/s, und 98 Prozent erreichen mindestens 100 Mbit/s.
Ein Glasfaserausbau durch Deutsche Glasfaser in Niederkrüchten wird vor 2028 nicht stattfinden. Die Gemeinde verweist Bürger mit Fragen zu Verträgen oder dem Projekt direkt an das Unternehmen. Die bestehende Breitbandversorgung in der Region bleibt für die meisten Haushalte weiterhin auf hohem Niveau.
