17 March 2026, 00:13

Gestohlener Hofbräuhaus-Krug kehrt nach 50 Jahren mit rührender Entschuldigung zurück

Werbeplakat mit zwei Metallbehältern, einem Bierglas und Text, der ein Bierhumpen bewirbt.

Gestohlener Hofbräuhaus-Krug kehrt nach 50 Jahren mit rührender Entschuldigung zurück

Gestohlener Bierkrug des Münchner Hofbräuhauses nach 50 Jahren zurückgegeben

Ein vor einem halben Jahrhundert aus dem berühmten Münchner Hofbräuhaus entwendeter Bierkrug ist nun zurückgegeben worden. Ein englischsprachiger Tourist, der den Krug 1976 mitgenommen hatte, schickte ihn zusammen mit 20 Euro als Entschädigung zurück. Die Brauerei erhält zwar regelmäßig ähnliche Rücksendungen, doch in den letzten Jahren konnte keine davon als Original bestätigt werden.

Der Tourist gestand, den Krug 1976 nach einem geselligen Abend "versehentlich" mit nach Hause genommen zu haben. Jahrzehnte später entschied er sich zur Rückgabe und legte 20 Euro als Wiedergutmachung bei. Das Hofbräuhaus bestätigte, dass das Geld an die Initiative Bunte Münchner Kindl gehen wird, die Schulmaterial für benachteiligte Kinder bereitstellt.

Solche Fälle kommen drei- bis viermal im Jahr vor. Briefe mit zurückgeschickten Krügen oder Geld erreichen die Brauerei, doch wie viele Krugdiebstähle es tatsächlich gibt, wird nicht erfasst. 2020 etwa schickte eine Amerikanerin einen Krug zurück, den sie 55 Jahre zuvor aus dem Biergarten Platzl entwendet hatte.

Trotz dieser Rückgaben konnte zwischen 2021 und 2026 keiner der zurückgegebenen Krüge als echt verifiziert werden – alle stellten sich als Nachbildungen oder Fälschungen heraus. Die Originale bleiben damit weiterhin verschwunden.

Die 20 Euro Entschädigung kommen nun bedürftigen Kindern über die Wohltätigkeitsinitiative zugute. Zwar erhält das Hofbräuhaus gelegentlich gestohlene Krüge zurück, doch in den letzten Jahren war keiner davon authentisch. Die Brauerei nimmt Rückgaben weiterhin entgegen, geht aber nicht aktiv gegen die Vermissten vor.

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