Frömerns erster personalfreier Supermarkt füllt die Versorgungslücke im Dorf
Sophia KellerFrömerns erster personalfreier Supermarkt füllt die Versorgungslücke im Dorf
Unbemannter Supermarkt eröffnet in Frömern – Lösung für die Versorgungslücke nach Schließung lokaler Geschäfte
In Frömern, einem kleinen Ortsteil von Fröndenberg, hat ein neuer, komplett personalfreier Supermarkt seine Türen geöffnet, um die Lücke zu schließen, die durch die Schließung örtlicher Läden entstanden ist. Der "Tante M"-Markt kommt ohne Mitarbeiter aus und setzt stattdessen auf ein kartengestütztes Zugangssystem, das Kunden das eigenständige Einkaufen ermöglicht. Ziel ist es, den Anwohnern grundlegende Waren anzubieten, die zuvor Schwierigkeiten hatten, Alltagsprodukte zu beschaffen.
Frömern, das zur Stadt Fröndenberg in Nordrhein-Westfalen gehört, verlor seine letzte Bäckerei und verfügt über keine nahen Einkaufsmöglichkeiten. Die Bewohner hatten daher kaum Optionen, um sich mit lebensnotwendigen Gütern zu versorgen. Die neue "Tante M"-Filiale, betrieben von der Franchisenehmerin Anna Kirksov, begegnet diesem Problem mit einem Sortiment von 1.200 Artikeln – von frischem Gemüse bis hin zu Backwaren.
Der Laden hat täglich von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr geöffnet und bietet den Anwohnern so flexible Einkaufszeiten. Kunden betreten den Markt mit einer Karte und bezahlen ihre Waren selbstständig, sodass kein Personal erforderlich ist. Kirksov, die sich mit einem eigenen Unternehmen selbstständig machen wollte, erkannte in der Versorgung kleiner Dörfer ohne lokale Einkaufsmöglichkeiten eine Chance.
Das "Tante M"-Konzept ist in Nordrhein-Westfalen noch selten – bisher gibt es in der Region nur zwei Standorte. Parallel setzt auch die Genossenschaftskette Enso auf ein ähnliches Modell ohne Personal und plant die Eröffnung eines Marktes in Unna-Hemmerde. Bundesweit betreibt "Tante M" bereits über 80 Filialen und will sich weiter in ländlichen Gebieten ausbreiten – insbesondere im Oldenburger Land, in Ostfriesland und im Emsland, wo Dörfer mit 1.000 bis 3.000 Einwohnern oft keinen Supermarkt im Umkreis von fünf Kilometern haben.
Die Filiale in Frömern bietet den Bewohnern eine Lösung für die Beschaffung täglicher Grundgüter. Die langen Öffnungszeiten und das Selbstbedienungskonzept kommen den Bedürfnissen kleiner Gemeinden entgegen. Mit weiteren Expansionsplänen könnten ähnliche Läden bald auch in anderen unterversorgten ländlichen Regionen entstehen.






