Forscher entwickeln nachhaltige Alternativen zu Plastik in Landwirtschaft und Forstwirtschaft
Ella KrausForscher entwickeln nachhaltige Alternativen zu Plastik in Landwirtschaft und Forstwirtschaft
Ein neues Forschungsprojekt untersucht den Einsatz von biologisch abbaubaren und biobasierten Kunststoffen in der Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Unter dem Namen PerPlacsBio knüpft die Initiative an frühere Arbeiten an, die 25 Produkte identifiziert haben, bei denen Biologischer Abbau klare ökologische Vorteile bietet. Deutsche Einrichtungen führen die Bemühungen an, um Plastikmüll in Böden zu reduzieren und gleichzeitig nachhaltige Praktiken zu fördern.
Das PerPlacsBio-Projekt wurde von der Universität Münster, der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg und dem nova-Institut ins Leben gerufen. Die Partner bewerten, wo biologisch abbaubare Kunststoffe herkömmliche Materialien in Landwirtschaft und Forstwirtschaft ersetzen können. Ihre Erkenntnisse werden öffentlich zugänglich gemacht, um Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Praxis zu unterstützen.
Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) koordiniert das Projekt und verwaltet die Förderung für inländische Forschungsteams. Es baut auf dem BioSinn-Projekt auf, das zuvor 25 Anwendungsfälle ermittelt hatte, in denen biologisch abbaubare Kunststoffe ökologisch sinnvoll sind. Nun wird PerPlacsBio diese Wissensbasis erweitern und praktische Empfehlungen entwickeln. Das nova-Institut sammelt technische Daten zu biobasierten und abbaubaren Kunststoffen, während die beiden Hochschulen Landwirte und Forstleute befragen, um aktuelle Praktiken und Herausforderungen zu verstehen. Zudem holt das Team externes Fachwissen zu spezifischen Produkten und ihren nachhaltigen Alternativen ein. Das Projekt ist Teil des FNR-Programms „Nachwachsende Rohstoffe – Nachhaltig nutzen“. Ziel ist es, Landwirten, Forstleuten und Agrarbetrieben klare Leitlinien an die Hand zu geben, um die Plastikverschmutzung zu verringern. Am Ende sollen die Ergebnisse sowohl die Praxis vor Ort als auch EU-weite Umweltpolitik und Branchenstandards prägen.
Das PerPlacsBio-Projekt wird öffentlich zugängliche Forschungsergebnisse liefern, um fundierte Entscheidungen zu ermöglichen. Die Ergebnisse zielen darauf ab, Plastikmüll in Böden zu reduzieren und gleichzeitig nachhaltige Alternativen zu fördern. Die Erkenntnisse könnten sowohl die praktische Arbeit im Feld als auch übergeordnete Umweltrichtlinien beeinflussen.