Flexiblere Kita-Zeiten: NRW plant Milliardenreform für Eltern und Kinder
Ella KrausFlexiblere Kita-Zeiten: NRW plant Milliardenreform für Eltern und Kinder
Die Kommunalpolitikerinnen Vanessa Odermatt und Jochen Klenner (CDU) setzen sich für weitreichende Reformen in der frühkindlichen Bildung ein. Ein neues Positionspapier, das in Zusammenarbeit mit kommunalen Trägern, Anbietern und Kirchen entwickelt wurde, soll Eltern flexiblere Betreuungsmöglichkeiten bieten. Bald erhält die Öffentlichkeit die Gelegenheit, sich zu den Vorschlägen zu äußern.
Die geplanten Änderungen ermöglichen es Eltern, aus einem erweiterten Angebot an wöchentlichen Betreuungszeiten zu wählen – etwa 25, 30, 35, 40 oder 45 Stunden. Damit soll die Kinderbetreuung besser an Arbeitszeiten angepasst werden können. Bei einer Zustimmung treten die Neuerungen im Kita-Jahr 2027/2028 in Kraft.
Zur Umsetzung der Reformen hat das Land zusätzliche Mittel in Höhe von 1,5 Milliarden Euro für die kommenden Jahre zugesagt. Die Gelder fließen in den Ausbau von Betreuungsplätzen, die Einstellung qualifizierten Personals und die Sicherstellung eines hochwertigen Angebots ohne Qualitätsverluste. Odermatt und Klenner haben eng mit lokalen Behörden und religiösen Einrichtungen zusammengearbeitet, um die Pläne auszugestalten. Bürgerinnen und Bürger können die Vorhaben am 22. Januar 2025 in einer öffentlichen Veranstaltung diskutieren. Diese beginnt um 18:00 Uhr im Franz-Bahlke-Haus, Welfenstraße 10 in Rheydt. Ziel der Runde ist es, Feedback zu sammeln, bevor der Gesetzgebungsprozess noch in diesem Jahr voranschreitet.
Die Reformen würden einen deutlichen Wandel in der Struktur der Kinderbetreuung bedeuten. Mit flexibleren Öffnungszeiten und höherer Förderung will das Land der steigenden Nachfrage gerecht werden – und dabei die Qualität sichern. Die endgültige Entscheidung über das Gesetz wird noch vor Ende 2025 erwartet.