20 June 2026, 20:09

FDP attackiert Solingens Flächenpolitik: 49 Hektar Gewerbe in Gefahr

FDP: Stellvertretender Bürgermeister Budde sollte sich an Ratsentscheidung zum Buschfeld halten

FDP attackiert Solingens Flächenpolitik: 49 Hektar Gewerbe in Gefahr

Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Solingen hat die Stadtverwaltung für mangelnde Haushaltsplanung scharf kritisiert. Die Partei wirft dem Rat vor, sich zu stark auf Bundes- und Landesmittel zu stützen, statt die eigenen Einnahmen zu stärken. Nun fordert sie von Bürgermeister-Stellvertreter Budde eine Stellungnahme zu einer umstrittenen Flächenentscheidung.

Aktuell fehlen in Solingen 32 Hektar Gewerbeflächen. Die Lage würde sich weiter verschärfen, falls das Gelände Buschfeld wie geplant aus dem Flächennutzungsplan gestrichen wird. Eine Umwidmung in Grünflächen und Ackerland würde das Defizit um weitere 17 Hektar erhöhen – die Gesamtlücke läge dann bei 49 Hektar.

Die FDP wirft Budde vor, diese Entscheidung einseitig und ohne ausreichende Abstimmung getroffen zu haben. Der Schritt sei „schädlich für die Zukunft der Stadt“ und müsse rückgängig gemacht werden. Zwar sieht Solingens Nachhaltigkeitsstrategie vor, bis 2030 keine weiteren versiegelten Flächen auszuweisen – doch die FDP warnt, dieses Ziel dürfe nicht auf Kosten des Wirtschaftswachstums gehen.

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Die Stadt ist bereits hoch verschuldet. Die Gewerbesteuereinnahmen sind eine entscheidende Einnahmequelle, und die Ansiedlung neuer Unternehmen ist essenziell, um bestehende Arbeitsplätze zu sichern und weitere zu schaffen. Ohne ausreichend Gewerbeflächen droht Solingen, im wirtschaftlichen Aufholprozess weiter zurückzufallen.

Mit ihrer Forderung setzt die FDP Budde unter Zugzwang: Er muss seine Entscheidung nun begründen – oder zurücknehmen. Eine Kehrtwende bei der Buschfeld-Umwidmung könnte eine Verschärfung der Flächenkrise abwenden. Die Stadt steht vor der Herausforderung, Umweltziele und wirtschaftliche Stabilität in Einklang zu bringen.

Quelle