16 January 2026, 11:54

Evangelische Kirche im Rheinland ringt um Zukunft mit drastischem Sparplan

Ein altes Dokument mit einer Zeichnung der St. Erasmus-Kirche umgeben von Bäumen und Himmel, unterzeichnet von der deutschen Regierung.

Landessynode diskutiert Millionen-Euro-Sparen bis 2030 - Evangelische Kirche im Rheinland ringt um Zukunft mit drastischem Sparplan

Die Evangelische Kirche im Rheinland trifft sich diese Woche in Bonn zu einer fünftägigen Synode. Angesichts eines jährlichen Mitgliederschwunds von etwa 70.000 Menschen werden die Verantwortlichen darüber beraten, wie die Zukunft der Kirche gesichert werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei Kostensenkungen und eine geringere Abhängigkeit von Kirchensteuern.

Insgesamt 184 Mitglieder des kirchlichen Parlaments nehmen an der Veranstaltung teil. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, einen Entwurf für eine Finanzstrategie zu prüfen und abzustimmen, die bis 2030 die Haushaltslage stabilisieren soll. Das Konzept zielt darauf ab, im Regionalhaushalt mindestens 33 Millionen Euro einzusparen.

Die Kirche steht unter Druck, da immer weniger Menschen Mitgliedsbeiträge zahlen. Um in den Gemeinden präsent zu bleiben, muss sie Wege finden, mit weniger finanziellen Mitteln zu arbeiten. Die Führung wird erörtern, wie die Angebote aufrechterhalten werden können, während sich die Gemeinde verringert und verändert.

Ein Bericht zur aktuellen Lage wird am Freitag vor Beginn der Synode vorgestellt. Der Redner, eine führende Persönlichkeit der Evangelischen Kirche im Rheinland, wird die bevorstehenden Herausforderungen skizzieren.

Die Beschlüsse der Synode werden bestimmen, wie die Kirche ihr Budget in den kommenden sechs Jahren verwaltet. Wird der Sparplan genehmigt, könnte er trotz sinkender Mitgliederzahlen zum Haushaltsausgleich beitragen. Das Ergebnis wird maßgeblich beeinflussen, wie die Kirche ihre Arbeit in der gesamten Region fortsetzt.