14 January 2026, 19:06

EU-Mercosur-Abkommen stärkt Bergische Unternehmen mit neuen Exportchancen

Ein Plakat, das verschiedene Lebensmittel, darunter Schachteln, zeigt, mit der Aufschrift "Heidelberg - Produkte Alimentaires et de Régime Heidelberg".

EU-Mercosur-Abkommen stärkt Bergische Unternehmen mit neuen Exportchancen

Die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) begrüßt das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen. Das nun abgeschlossene Abkommen schafft die größte Freihandelszone der Welt und umfasst über 700 Millionen Menschen. Lokale Wirtschaftsführer betonen dessen Bedeutung für die Steigerung der Exporte und die Bekämpfung von Protektionismus.

Das Abkommen beseitigt Zölle auf wichtige Industriegüter, darunter Autos, Autoteile und Maschinen. Diese Änderung kommt insbesondere Herstellern in der Bergischen Region zugute, wo Maschinenbauer und Zulieferer der Automobilindustrie einen zentralen Wirtschaftszweig bilden. Die Zollsenkungen werden schrittweise eingeführt und verschaffen den heimischen Unternehmen schrittweise, aber spürbar Wettbewerbsvorteile.

Europäische Unternehmen erhalten nun leichteren Zugang zu einem Markt mit rund 260 Millionen Verbrauchern. Allein 2024 exportierten Betriebe aus Nordrhein-Westfalen Waren im Wert von 2,4 Milliarden Euro in die Mercosur-Staaten. Das Abkommen festigt zudem die Beziehungen zu einer wirtschaftlich dynamischen Region und stärkt den offenen, regelbasierten Welthandel. Curt Mertens, Vorsitzender des IHK-Ausschusses für Außenwirtschaft, bezeichnete das Abkommen als "wichtiges Instrument gegen den wachsenden Protektionismus". Daria Stottrop, Leiterin der Abteilung Internationales Geschäft der Kammer, ergänzte, dass das Abkommen der regionalen Wirtschaft klare Vorteile bringe. Beide hoben hervor, wie der Abbau von Handelsbarrieren Unternehmen den Eintritt in neue Märkte erleichtere.

Das EU-Mercosur-Abkommen eröffnet deutsche und europäische Unternehmen neue Chancen. Durch den Wegfall von Zöllen profitieren Branchen wie Automobil und Maschinenbau von geringeren Kosten und besserem Zugang zu den südamerikanischen Märkten. Zudem stärkt das Abkommen die Handelsverbindungen zu einer Region, der in der globalen Wirtschaft eine immer größere Rolle zukommt.