31 December 2025, 18:29

Energiekosten in Deutschland: 2026 sinken, dann steigen sie wieder stark an

Eine Szene mit Hütten, Transformatoren, Strommasten mit Kabeln, Zäunen, einer Straßenlaterne, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Energiekosten in Deutschland: 2026 sinken, dann steigen sie wieder stark an

Die Energiekosten in Deutschland werden sich in den kommenden Jahren deutlich verändern – das prognostiziert Eon-Chef Leonhard Birnbaum. Während Haushalte 2026 voraussichtlich mit sinkenden Rechnungen rechnen können, deuten langfristige Trends auf steigende Preise hin, da das Land seine Energiewende vorantreibt. Birnbaum fordert zudem eine Reform der Solarstrom-Förderung, die seiner Meinung nach den Markt verzerrt.

Laut Birnbaum könnten die Energiekosten für die meisten Verbraucher 2026 spürbar sinken. Ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt im Rhein-Ruhr-Gebiet könnte demnach im kommenden Jahr rund 150 Euro weniger für Strom zahlen. Bei den Gasrechnungen könnte die Ersparnis für denselben Haushalt im Vergleich zu 2025 sogar bei etwa 200 Euro liegen.

Ab 2027 jedoch wird mit einem erneuten Anstieg der Preise gerechnet. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und die veränderte Umlage der Netzkosten werden die Strom- und Gaspreise wieder in die Höhe treiben. Zwar gibt es noch keine genauen Prognosen für die Belastung der Haushalte nach 2026, doch erste Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Wartungskosten für Wärmepumpen steigen werden. So könnte der Preis für das in vielen Anlagen verwendete Kältemittel R32 von 25 bis 35 Euro pro Kilogramm im Jahr 2024 auf 40 bis 60 Euro bis 2027 klettern.

Kritik übt Birnbaum auch an den weiterhin bestehenden staatlichen Förderungen für Solaranlagen. Seiner Ansicht nach sollten Dach-Photovoltaikanlagen mittlerweile ohne Subventionen auskommen, da sie vor allem Immobilienbesitzern zugutekämen – Mieter hingegen kaum profitierten. Diese Schieflage mache die Energiewende zu einer sozialen Frage statt zu einem gerechten Umbruch.

Die vorübergehende Entlastung 2026 wird also von langfristig höheren Energiekosten abgelöst, während Deutschland sein neues, auf erneuerbaren Energien basierendes System aufbaut. Die Wartung von Wärmepumpen könnte teurer werden, und die Debatte um die Solarförderung bleibt umstritten. Birnbaums Aussagen unterstreichen die finanziellen Herausforderungen, die besonders auf Mieterhaushalte zukommen.