02 May 2026, 06:15

Dortmunds Kriminalität steigt leicht – doch die Polizei bleibt erfolgreich

Diagramm, das die Tötungsdelikte nach Alter des Täters und Waffengebrauch von 1976 bis 2004 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Dortmunds Kriminalität steigt leicht – doch die Polizei bleibt erfolgreich

Dortmund verzeichnet leichten Anstieg der Kriminalität – Aufklärungsquote bleibt hoch

In Dortmund ist die Kriminalität im vergangenen Jahr leicht gestiegen: Die Gesamtzahl der Straftaten erhöhte sich um 4,23 %. Die Polizei registrierte 2024 insgesamt 73.209 Fälle – nach 70.241 im Vorjahr. Trotz des Anstiegs konnte die Behörde eine hohe Aufklärungsquote halten und mehr als die Hälfte aller gemeldeten Vorfälle aufklären.

Die Dortmunder Polizei hat zudem proaktiv Maßnahmen ergriffen, um die öffentliche Sicherheit zu stärken. Dazu gehören eine spezielle Taskforce sowie eine gezielte Präsenzstrategie, die beide darauf abzielen, waffenbezogene Bedrohungen und Straßenkriminalität einzudämmen.

Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Gewaltkriminalität, die 2024 um fast 7 % zunahm – von 3.423 auf 3.660 Fälle. Noch deutlicher stieg die Straßenkriminalität mit einem Plus von 19,09 %, vor allem getrieben durch Diebstähle an oder mit Fahrzeugen sowie Vandalismus. Diese Delikte machten fast 43 % aller Straßenkriminalitätsfälle aus.

Auch Wohnungseinbrüche nahmen leicht zu: 2024 wurden 1.312 Fälle verzeichnet – 64 mehr als im Vorjahr. Straßenraub stieg hingegen nur minimal um 2 %, was acht zusätzlichen Fällen entspricht.

Positiv zu vermerken ist der leichte Rückgang der Tötungsdelikte, die auf 32 Fälle im Jahr 2024 sanken. Bei diesen schweren Straftaten lag die Aufklärungsquote bei fast 81 %, was die hohe Erfolgsrate der Ermittler unterstreicht.

Um den wachsenden Bedrohungen entgegenzuwirken, richtete die Dortmunder Polizei im April 2024 eine Taskforce ein, die sich auf Personen konzentriert, die wiederholt waffenbezogene Drohungen aussprechen. Bis März 2025 hatten die Beamten 189 Personen überprüft und 125 rechtlich bindende Messerführungsverbote verhängt.

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Ein weiteres zentrales Projekt ist das „Präsenzkonzept Fokus“ (PK Fokus), das im Sommer 2023 startete. Bis März 2025 investierte die Polizei rund 38.387 Personaleinsatzstunden in das Programm. Dank dieser Strategie erreichte Dortmund unter den Großstädten Nordrhein-Westfalens die höchste Aufklärungsquote: 54,79 % aller Straftaten des Jahres 2024 wurden aufgeklärt.

Die Kriminalstatistik 2024 für Dortmund zeigt ein gemischtes Bild: Zwar stiegen Gewalt- und Straßendelikte, gleichzeitig ging die Zahl der schwersten Straftaten leicht zurück. Die Aufklärungsquote bleibt hoch, und gezielte Initiativen wie Waffenverbote und verstärkte Streifen haben greifbare Ergebnisse gebracht. Die Behörden beobachten die Entwicklungen weiterhin genau und erweitern ihre Maßnahmen, um die öffentliche Sicherheit zu verbessern.

Quelle