02 January 2026, 04:25

Dortmund kämpft mit Intensivkursen gegen hohe Nichtschwimmer-Zahlen bei Kindern

Zwei Kinder schwimmen in einem mit Wasser gef√ľllten Pool.

Dortmund kämpft mit Intensivkursen gegen hohe Nichtschwimmer-Zahlen bei Kindern

Mehr als 300 Kinder in Dortmund nehmen an Intensiv-Schwimmkursen teil

Dieser Herbst stehen für über 300 Kinder in Dortmund Intensiv-Schwimmkurse auf dem Programm. Hintergrund ist die wachsende Sorge über die hohe Zahl junger Nichtschwimmer in der Region. Die Veranstalter betonen, dass jedes Kind bis zum Ende der Grundschulzeit lebenswichtige Fähigkeiten im Umgang mit Wasser erlernen soll.

Das Programm beginnt mit der Gewöhnung ans Wasser und dem Erlernen von Selbstrettungstechniken, bevor die Kinder auf das Seepferdchen-Abzeichen hingearbeitet. Eltern werden dazu aufgefordert, auch nach dem Erwerb des Zertifikats weiterhin mit ihren Kindern zu üben.

Aktuelle Ertrinkungsunfälle, darunter ein Fall im nahegelegenen Hagen, verleihen der Kampagne zusätzliche Dringlichkeit. In einigen Dortmunder Stadtteilen können bis zu 80 Prozent der Kinder nicht schwimmen – ein Wert, der deutlich über dem regionalen Durchschnitt von einem Fünftel liegt. Kostenlose Kurse werden auch für ältere Kinder in den Herbstferien angeboten. Lokale Vereine und der StadtSportBund Dortmund haben sich zusammengeschlossen, um den Zugang zu Schwimmkursen zu erweitern. Ehrenamtliche setzen sich für weitere Programme ein, damit kein Kind die Chance verpasst, Schwimmen zu lernen.

Die Initiative zielt darauf ab, die Unterschiede in den Schwimmfähigkeiten innerhalb der Stadt zu verringern. Durch den Fokus auf Sicherheit und regelmäßiges Training hoffen die Organisatoren, das Ertrinkungsrisiko zu senken. Langfristig soll jedes Dortmunder Grundschulkind bis zum Schulabschluss sicher schwimmen können.