Digitalisierung in NRW: 51 smarte Lösungen für die Industrie der Zukunft
Clara KrausDigitalisierung in NRW: 51 smarte Lösungen für die Industrie der Zukunft
Großes Digitalisierungsprojekt in Nordrhein-Westfalen bringt 51 praktische Anwendungen für die Industrie hervor
Unter dem Namen Data Factory NRW hat ein umfangreiches Digitalisierungsvorhaben in Nordrhein-Westfalen 51 konkrete Lösungen für die Fertigungsindustrie entwickelt. Im Mittelpunkt des Projekts standen die Optimierung von Schichtplanung, Qualitätskontrolle und Fabrikplanung. Unternehmen wie Schmitz Cargobull, Claas und weitere Partner arbeiteten gemeinsam an neuen Werkzeugen für eine intelligentere Produktion.
Geleitet wurde die Initiative vom Technologienetzwerk it’s OWL, das über insgesamt 14,5 Millionen Euro verfügte – davon 9,2 Millionen aus Landesmitteln. Zu den wichtigsten Partnern zählten neben Schmitz Cargobull und Claas auch Diebold Nixdorf, ISRINGHAUSEN GmbH & Co. KG sowie WAGO.
Am Standort Vreden von Schmitz Cargobull ermöglicht ein digitales Fabrikmodell nun eine nahtlose Planung über verschiedene Softwarelösungen hinweg. Das Unternehmen führte zudem virtuelle Kartonage-Workshops ein und setzte Motion-Mining-Technologie ein, um Arbeitsplätze zu optimieren. Claas entwickelte für die Mähdrescher-Produktion in Harsewinkel ein Assistenzsystem für Mitarbeiter. Es digitalisiert Auftragsabläufe und stellt zusätzliche Informationen über eine Weboberfläche bereit. Das System ist an 120 Arbeitsplätzen im Einsatz, die über ein Industrial Internet of Things (IIoT)-Netzwerk vernetzt sind. Eine internationale Ausweitung ist geplant. Zudem testet das Unternehmen einen KI-gestützten Chatbot, der auf Basis generativer KI Montageanleitungen auf Abruf liefert.
Die Kompetenzplattform AI.NRW hat die Data Factory NRW in ihr Leitprogramm integriert. KI-Systeme kommen nun in der Fabrikplanung, Produktion, Logistik und Unternehmensarchitektur zum Einsatz. Das Netzwerk it’s OWL will diese Lösungen auch kleineren Betrieben zugänglich machen und bietet erprobte Methoden und Tools für eine breitere Nutzung an.
Bisher sind aus dem Projekt 51 praxistaugliche Anwendungen hervorgegangen – von KI-gestützter Fabrikplanung bis hin zu digitalen Mitarbeiter-Assistenzsystemen. Die beteiligten Unternehmen können diese Innovationen nun in ihren eigenen Produktionsprozessen umsetzen. Die landesgeförderte Initiative soll weiter ausgebaut werden, um noch mehr Betrieben den Zugang zu fortschrittlichen Fertigungstechnologien zu ermöglichen.